2005 – Kärnten

Motorradurlaub 2005 Gasthof Engl in Kötschach – Mauthen / Kärnten vom 12.06 – 19.06.2005

 

Kärnten-Tour 2005

Herbst 2004 die Tage werden kürzer, dafür unsere Gesichter langsam länger. Es lässt sich nicht mehr leugnen die Saison nähert sich dem Ende zu. Was kann man also tun um die Stimmung zu verbessern? Richtig, den Motorradurlaub 2005 planen. Nicht nach Südtirol, sondern nach Kötschach – Mauthen in Kärnten soll uns 2005 die Reise führen.Gasthof Engl

Durch das Internet werden wir auf den Gasthof Engl in Kötschach aufmerksam. Der familiär geführte Gasthof überzeugt durch ein ausgezeichnetes Preis / Leistungsverhältnis, so das wir beschließen den Urlaub einen Tag zu verlängern. Einen nicht ganz so positiven Trend haben wir aber auch zu verzeichnen. So sank unsere Zylinderkennzahl von 4 im Jahr 2003 auf 3,56 im Jahr 2004 und im Jahr 2005 auf ganze 3,29. Mal sehen, ob sich dieser Trend fortsetzt.

Am 12.06.05 ist es dann so weit, treffen um 17:30 in Stade. Wie in den vorhergehenden Jahren auch, pünktlich zur Abfahrt Regen, der uns bis Altona begleiten wird. In Altona hält die Bahn dann aber für uns ein paar Überraschungen bereit. Wir dürfen diesmal nicht auf dem Bahnsteig parken, sondern vor dem Bahnhof angrenzend an eine Baustelle. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass hier keine Lautsprecher vorhanden sind. Um die Zeit bis zur Verladung zu überbrücken, geht es noch schnell zu Burger King bzw. McDonalds. Danach heißt es wieder warten.

Bahnhof Hamburg AltonaPlötzlich wird die Langeweile durch einen hellen Blitz unterbrochen. Da man ja wissbegierig ist, begeben wir uns zum Bahnsteig. Scheinbar ist es einem Bahnangestellten gelungen, den Fahrdraht im eingeschalteten Zustand mit Erde zu verbinden. Dieses Kunststück gelingt ihn kurze Zeit später noch einmal, wie man unschwer am eindrucksvollen Funkenregen erkennen kann. Das solche Fehler passieren können ist vollkommen klar, auch das die Funktionstüchtigkeit der Geräte anschliessend überprüft werden muss. Das die Bahn aber hunderte von Fahrgästen, ohne eine noch so kleine Serviceleistung, wie die Deppen behandelt ist schwer nachvollziehbar. Aber immerhin werden pünktlich um 22:00 Uhr die Toiletten geschlossen. Gegen 23:15 beginnt dann endlich die Verladung und das Verladepersonal legt sich mächtig ins Zeug.

Einen echten Höhepunkt zur Verladung liefern wir aber selbst. Wie jeder weis, baut eine Varadero nicht gerade niedrig. Rüstet man das Mopped aber dann noch mit einem doppelstöckigen Tankrucksack auf, bleibt eigentlich nur noch ” Hanging Off” um auf den Waggon zu fahren. Da aber nicht jeder diesen Fahrstil beherrscht, kam es wie es kommen mußte. Der Helm stiess stumpf gegen einen Querriegel des Waggons, was zu einer leichten Überdehnung der Nackenmuskulatur führte. So stand er da jetzt, Kopf nach hinten geneigt, beide Arme extrem gestreckt ( Das Mopped rollte noch ein kleines Stück )und die Beine gespreizt um die Fuhre am Kippen zu hindern. Wirklich eine missliche Lage. Nach Entfernen des Tankrucksacks, kann er aber aus seiner Lage befreit werden.

Kurz vor Mitternacht verlassen wir dann endlich Altona. Durch das lange Warten, ist die Luft aber raus. Nur noch ein kleiner Schlummertrunk und der Tag geht zu Ende.


 

Der zweite Tag – Anreise zum Kirchenwirt Engl

Es ist tatsächlich schon fast 6:00 Uhr, als die ersten Lebensgeister wieder geweckt werden. Da der Schaffner uns nicht geweckt hat, müssen wir wohl davon ausgehen, dass der Zug die Verspätung nicht aufgeholt hat. Und so ist es dann auch. Zu ungewohnt später Stunde wird uns das Frühstück serviert. Immerhin hat die Bahn den geschmacksneutralen Powerriegel durch ein Käsebrot ersetzt. Je weiter wir uns München nähern, umso unbeständiger wird das Wetter. Strahlender Sonnenschein und strömender Regen im Wechsel. Als wir dann endlich gegen 9:45 in München einlaufen, scheint zum Glück die Sonne. Gewohnt zügig werden die Moppeds entladen und das Gepäck verzurrt.Achensee

Gegen 10:30 bläst Frank dann zur Attacke und über die Rosenheimer Strasse wollen wir München verlassen. Ein großer Dieselfleck mitten auf der Rosenheimer Strasse bringt dann aber schlagartig gewaltige Unruhe in das Fahrwerk von Birgits Hornet. Nur viel Glück und das harmonisch verlaufende Drehmoment der Hornet verhindern, dass für Birgit der Urlaub hier schon zu Ende ist. Ganz tief durchatmen und auf der A 8 raus aus München bis zur Raststätte Holzkirchen. Entgegen der ursprünglichen Planung gibt es hier aber nur eine kurze Pause um die Bahnverspätung wieder aufzuholen. Mit der Anfahrt zum Tegernsee stellt sich dann echtes Urlaubsfeeling ein. Vorbei am Tegernsee fahren wir auf der B 307 zum 941 m hohen Achenpass. Ist der Pass selbst auch nicht berauschend, so entschädigt die anschließende Fahrt vorbei am Achensee und den Jenbacher Kurven umso mehr.

Krimmler WasserfälleDurch das landschaftlich schöne, aber stark befahrene Zillertal fahren wir weiter in Richtung Gerlospass. Spass macht dieser 1628 m hohe Pass mit seinen hervorragend angelegten Kurven. Am Ende des Passes erwartet uns dann ein weiterer Höhepunkt der Anreise. Die Krimmler Wasserfälle sind mit ihren 380 m die fünfhöchsten der Welt und die größten Europas. Wer Zeit und Lust hat, kann sich die Fälle bei einer Wanderung auch genauer ansehen. Lust hätten wir vielleicht gehabt, aber leider keine Zeit. So geht unsere Fahrt weiter Richtung Mittersill. In Mittersill verlassen wir dann die B 165 um weiter zur Felberntauernstrasse zu fahren. Die bis zu 1650 m hohe Strasse, ist zwar fahrerisch nicht besonders anspruchsvoll, bietet aber eine tolle Aussicht auf den Hauptkamm der Hohen Tauern. Am Südtor des immerhin 5,3 km langen Tunnels wird dann noch eine Pause eingeschoben.Felbertauernstraße

Die folgende Abfahrt nach Lienz, eigentlich recht gemütlich, zieht die Gruppe recht weit auseinander. Ursache der unterschiedlichen Fahrweise war eine Verwechslung zwischen einem Oberförster und der österreichischen Polizei. Nachdem der Oberförster verschwunden ist, sammelt sich die Gruppe wieder. Gemeinsam durchfahren wir Lienz und bis zur letzten Pause in Oberdrauburg ist entspanntes Moppedfahren angesagt.

Dafür hat es dann aber das letzte Teilstück über den Gailbergsattel gehörig in sich. Ob 1, 2 oder 4 Zylinder wie von der Tarantel gestochen, geht es durch großzügig angelegte Kehren und rund zu fahrende Wechselkurven. Viel zu schnell haben wir den Sattel überquert und nähern uns Kötschach. Doch was ist das? Gasthof EnglIn der Ortseinfahrt von Kötschach steht ein kleines grünes Männchen und zielt mit einer Pistole auf unschuldige Mitbürger. Mit einer schlagartig reduzierten Höchstgeschwindigkeit von 49,5 km/h passieren wir daher das Ortsschild und suchen unseren Gasthof. Das unser Gasthof Kirchenwirt Engl heißt, und wohl wahrscheinlich in Kirchennähe liegt, registrieren wir erst nach einer kleinen Gemeindebesichtigung.

Herzlich begrüßt werden wir von der Wirtin bei unserer Ankunft. Nach einer kurzen Einweisung wo wir was finden, z.B. die Unterstellplätze oder den Waschplatz (Ich glaube, er ist nicht von allen genutzt worden) beziehen wir die Zimmer. Mit einem gemeinsamen, reichlichen Abendessen geht der Tag zu Ende.


 

Der dritte Tag – Einfach geil, dass Gailtal

Gasthof EnglDie Strecke Strahlender Sonnenschein empfängt uns schon um 07:00 Uhr an diesem Morgen in Kötschach. Die vollautomatische Weckeinrichtung des Kirchenwirts wird uns auch an den folgenden Tagen pünktlich um 07:00 Uhr wecken. Zu unserem Glück wird das Geläut der Kirche zwischen 23:00 und 07:00 Uhr abgestellt. Durch das gemeinsame Wecken, sitzt die ganze Truppe schon recht früh am Frühstückstisch. Leider ist es bei Frühstückende auch mit dem Sonnenschein zu Ende. Dunkle Wolken ziehen aus Süden heran, doch zum Glück bleibt es vorerst trocken. Da auch der Wetterbericht schlecht ausfällt, soll es heute “nur” über den Staller Sattel gehen.Kartitschsattel

Frank übernimmt heute die Führung der Gruppe. In Richtung Plöckenpass geht es zügig , bis zur nächsten Tankstelle in 300 m Entfernung, los. Noch in Kötschach biegen wir rechts auf die B 111 ab. Bereits kurz hinter dem Ortsausgang geht es dann los. Zahlreiche Kurven, einige nicht immer gut einzusehende Kehren und der geringe Verkehr lassen das Herz höher schlagen. Schnell gewinnen wir so etliche Höhenmeter und geniessen einen grandiosen Blick auf die Karnischen Alpen. Zum Glück bleibt es weiterhin trocken, denn die vielen kleinen Brücken die wir Kartitschsattelüberfahren sind mit Holzbohlen belegt. Bei Regen eine bestimmt höchst interessante Erfahrung. Vorbei an vielen kleinen hübschen Orten nähern wir uns den Kartitschsattel. Selbst auf dem Sattel, die reinste Idylle. Eine ausgiebige Pause machen wir hier, bevor es weiter Richtung Kartitsch geht. Auf der Abfahrt nach Tassenbach kommt dann noch einmal richtiges alpines feeling auf. Ein toller Belag und fair angelegte Kurven lassen uns das Gailtal in bester Erinnerung bleiben.

In Tassenbach biegen wir links auf die B 100 in Richtung Italien ab. Es ist schon eine schöne Sache, wenn man das Überqueren der Grenze gar nicht mehr richtig mitbekommt. Die Verkehrsdichte nimmt aber im Pustertal mit jedem Kilometer zu. In Valdaora di Sotto verlassen wir das Pustertal in Richtung Staller Sattel. Die Fahrt durch das Antholzer Tal Staller Sattelmacht dann aber wirklich Spass. Traumhafte Landschaften und wenig Verkehr begleiten uns bis zum Antholzer See. Ab hier wird die Strasse einspurig und wird nur im Stundentakt für jeweils eine 1/4 h freigegeben. In der sich dadurch bildenden Warteschlange stehen wir fast an erster Stelle. Ein paar Autofahrer sind sogar so nett und lassen uns vorbei. Doch was nützt das, wenn man Einspurfahrzeuge vor sich hat, die auch nicht schneller als Dosen sind. Da Überholen nahezu unmöglich ist, tuckert man halt bis zur Passhöhe hinterher. Oben angekommen bietet sich ein sehr schöner Blick zurück ins Antholzer Tal oder bis weit hinein ins Defereggener Tal. Staller SattelLeider müssen wir feststellen das dicke Regenwolken den Pass heraufziehen. Der Passaufenthalt wird entsprechend verkürzt und durch das Defereggener Tal geht es ostwärts auf der Flucht vor den Wolken.

Bis zum Ende des Defereggentals ist unsere Flucht erfolgreich. Deshalb beschliessen wir auf der L 26 weiter in Richtung Kals am Großklockner zu fahren. Aber hallo, die Strasse hat es wirklich in sich. Breit, griffig und leicht überhöhte Kehren erlauben eine zügige Gangart. Nur kurz hinter dem Taleingang bietet sich ein kurzer Stop an, denn das Naturdenkmal Schleierfall sollte man sich nicht entgehen lassen. Da die Wolken unsere Verfolgung noch immer nicht aufgegeben haben, geht es weiter nach Kals. Doch kurz vor Kals erwischt es uns dann. Sintflutartig kommt es jetzt vom Himmel. Alles grau in grau und keine Besserung in Sicht. Glücklicher Weise finden wir in Kals Zuflucht in einem Café. Mit Kaffee und Kuchen verkürzen wir uns die Wartezeit. Aber das Wetter wird nicht besser und irgendwann wird auch der grösste Kuchenesser satt. Bei strömenden Regen geht es wieder los. Und mit der zügigen Gangart ist es Bergab bei Regen auch so eine Sache. Irgendwie sind die meisten froh, als wir endlich auf der B 108 Richtung Lienz fahren. Tatsächlich wird auch der Regen weniger als wir Lienz passieren und die Strasse beginnt abzutrocknen.Schleierfall

Da zwischen Fahrbahnnässe und Geschwindigkeit ein Zusammenhang zu bestehen scheint, geht es zügig bis sehr zügig nach Oberdrauburg. Die letzte Pause vor Kötschach ist angesagt. Vorfreude liegt in der Luft, man kann es förmlich spüren, denn der Gailbergsattel ruft. Die Motoren sind warm, die Reifen sind warm, die Fahrer sind heiss, also aufgehts. Der Sattel wird mit sehr flotter Gangart unter die Räder genommen. Erst in den Kehren vor Kötschach wird ein langer Hals gemacht, aber es ist kein grünes Männchen zu sehen.

Ein kühles Helles auf der Terrasse des Kirchenwirts haben wir uns redlich verdient. Beschlossen wird der Tag, mit ein paar geistigen Getränken auf dem Balkon. Früh gehen wir zu Bett, denn morgen ruft Italien.


 

Der vierte Tag – Die Tour der tausend Kurven

Gasthof EnglDie Strecke Eigentlich alles wie gestern, beim Wecken strahlender Sonnenschein, bei Tourenbeginn bedrohliche Wolken. Ungeachtet der Wetterlage geht es heute nach Italien. Wenn auch der höchste Punkt unserer Tour heute ” nur ” 1428 m beträgt, die zu überwindenden Höhenmeter nehmen es mit jeder Dolomitentour auf.

Gleich hinter Mauthen erwartet uns ein erstes Highlight, der Plöckenpass. Die österreichische Seite wird zügig und ohne große Schwierigkeiten bewältigt und auch die Passhöhe bietet keine große Herausforderung. Auf der italienischen Seite ändern sich die Verhältnisse aber schlagartig. Schmal wird die Strasse, zusätzlich wird auch der Straßenbelag schlechter. Die eigentliche Überraschung erwartet uns dann aber mit den ersten Kehrentunneln. Unbeleuchtete Tunnel mit 180 ° Kehren und feuchten Kopfsteinplaster üben wirklich ihren eigenen Reiz auf unsere Truppe aus. Entschädigt werden wir aber mit einen tollen Ausblick hinunter ins Tal. Mit jedem Meter den wir uns Rivo nähern, lockert sich die Wolkendecke auf.

LumieischluchtDie folgende Fahrt über den Sella Valcalda geniessen wir bereits bei strahlenden Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Bis nach Ampezzo geht es flott über gut ausgebaute Straßen , bei relativ wenig Verkehr voran. In Ampezzo machen wir in einem kleinen Cafe bei Kaffee oder ähnlich harten Bikergetränken unseren ersten Stop.

Frisch gestärkt geht es über eine maximal 1 1/2 spurige Straße hinauf zur Lumieischlucht. Das Wort Tunnel erhält hier für uns ein ganz neue Bedeutung. Unbeleuchtet, die Wände aus Naturstein, dazu der nasse Strassenbelag saugen das Licht der Scheinwerfer förmlich auf. Wohl als Ersatz für das eingeschränkte Sichtvermögen, muss die hervorragende Akustik herhalten. Auf jeden Fall steht die gefahrene Geschwindigkeit in keinem Verhältnis zur GeräuschkulisseLumieischlucht einiger kreischender Vier- bzw. bollernder Zweizylinder. Gleich hinter dem Tunnelausgang ist erstmal Zigarettenpause angesagt. Zufälliger Weise genau auf der Brücke über die Lumieischlucht. Beeindruckend ist der Blick hinunter in die Schlucht, wenn auch die Brücke wohl schon bessere Tage gesehen hat. Etwas länger als geplant fällt die Pause aus, denn zu reizvoll ist die Schlucht.

Lagi di SaurisSofort nach Verlassen der Brücke, wird die Truppe vom nächsten Tunnel verschluckt. Genauso dunkel, aber um einiges länger als der vorausgegangene. Endlich, die Zeit ist schwer abzuschätzen, sieht man ein bläuliches, blasses Licht in Fahrtrichtung. Ob die Italiener hier wohl eine Gebetsstätte für verschollene Tunnelfahrer eingerichtet haben? Leider müssen wir feststellen, dass nur eine blaue Plane einen Felsdurchbruch abdeckt. Nur kurze Zeit nach dieser unromantischen Erklärung, erreichen wir endlich wieder Tageslicht, und der Lago di Sauris liegt vor uns. Alles was an Fotoapparaten oder Camcordern mitgebracht wurde, ist jetzt im Einsatz. Der Einsatz lohnt sich aber, ob See, Staumauer oder die umliegende Landschaft alles Motive vom Feinsten. Der Ruf ” Fertig werden” beendet die Pause am Lago di Sauris und es geht weiter Richtung Passo di Pura. Unmittelbar hinter der Staumauer geht es durch den nächsten Tunnel in Richtung Passo di Pura.

Die Passhöhe selber weist keine Besonderheiten auf. Dafür geniessen wir die folgende Abfahrt in Richtung Ampezzo. Schmal ist die Abfahrt, die Kurven schlecht, oder nicht einzusehen und die Straße mit etlichen Felsbrocken garniert. Dafür wird man mit einer phantastischen Aussicht entschädigt, und ein Wolkenfeld von oben nach unten durchfährt man schließlich auch nicht jeden Tag.Lago di Sauris

Wieder in Ampezzo angekommen schliesst sich der Kreis und es geht über die SS 552 Richtung Passo di M. Rest. Wenn auch der Pass ” nur ” 1052m hoch ist, nach spätestens 10 min. hört man mit Kurven zählen auf. Kaum 100 m geht es hier einmal geradeaus. Kurven, Kurven und nochmals Kurven begleiten uns die nächsten Kilometer. Bis zum Lago dei Tramonti steigert man sich in einen wahren Kurvenrausch. Auf der nachfolgenden SP 57 wartet dann das nächste Highlight auf uns.Schlange Auf dem von der Sonne aufgeheizten Asphalt hat es sich eine Schlange bequem gemacht. Verängstigst durch die gewaltige Silhouette der herannahenden Varadero, nimmt die Schlange Angriffsstellung ein. Der blitzartig erfolgte Angriff, ging zum Glück für die Varadero und zum Glück für die Schlange aber ins leere. Vermutlich hat die Schlange das Ereignis schneller als unser Varaderofahrer verarbeitet, denn die nachfolgenden Kilometer führten uns weit weg von der geplanten Route. Die Gegend wurde immer flacher und die Temperaturen immer höher. Unruhe machte sich in der Truppe breit. Endlich wird ein Stop eingelegt und wir können uns neu orientieren. Nach der obligatorischen Zigarettenpause heisst es dann vorwärts, es geht wieder zurück.

Erstaunlicherweise finden wir auf dem Rückweg die Abfahrt Richtung San Frencesco auf Anhieb. Wenig Verkehr gibt es hier, und daher erreichen wir nach nur kurzer Zeit den Sella Chianzutan. Trotz 955 Höhenmetern herrscht hier eine Bullenhitze. Zu allem Überfluss ziehen auch noch pechschwarze Wolken aus Richtung Tolmezzo heran. Nach nur kurzer Pause nehmen wir die Abfahrt nach Tolmezzo in Angriff. In Tolmezzo soll dann noch einmal günstig getankt werden. So kurz vor der österreichischen Grenze natürlich reines Wunschdenken. Zeitgleich mit dem Tankende, fallen dann die ersten Regentropfen.

Die ersten Kilometer in Richtung Paluzza hält sich der Regen noch in Grenzen. Doch der Blick Richtung Karnische Alpen verheißt nichts gutes. Pechschwarz türmen sich die Wolken über den Gipfeln auf. Und es kommt wie es kommen muss. Sinflutartige Regenfälle gehen jetzt nieder und auch die Sicht geht gegen null. Als dann die Auffahrt zum Plöckenpass, mit seinen gepflasterten Kehrentunneln unter die Räder genommen wird, ist es doch ein wenig mit der Gasthof EnglLockerheit vorbei. Auf der Talfahrt Richtung Richtung Mauthen, lässt der Regen dann aber doch ein wenig nach. An dieser Stelle muss man den heutigen Textilbekleidungen mal wirklich ein Lob aussprechen. Es ist schon toll, wie die Sachen solche Unwetter wegstecken. Ungeachtet dessen freuen wir uns, als endlich unsere Unterkunft im Regen auftaucht. Schnell die Moppeds geparkt, die Klamotten zum Trocknen aufgehängt, heiss geduscht und das Abendliche Kaltgetränk auf der Terrasse genossen.

 


Der fünfte Tag – Österreich pur

Im Gegensatz zu den letzten Tagen, ist heute auch beim Tourenstart noch immer strahlender Sonnenschein. Und das schönste daran, es wird auch so bleiben. Wir bleiben heute in Österreich, trotzdem wird es unsere längste Tagesetappe. Millstädter See, Nockalm Höhenstraße und Malta Hochalmstraße sind die heutigen Tourhöhepunkte. Nach dem obligatorischen Tankstopp in Kötschach kann es dann endlich losgehen.

Über die B 111 geht es zunächst bei relativ wenig Verkehr in Richtung Hermagor. In St. Stefan an der Gail verlassen wir die Hauptstraße in Richtung Windische Höhe. In Matschiedl wird ein kurzer Stopp eingelegt um die Kamera zu montieren. Leider hält die Passstraße nicht, was wir uns von ihr versprochen haben. Dafür entschädigt aber die folgende Strecke bis Feistritz. Kaum Verkehr und nur sehr wenige Ortschaften, gestatten ein zügiges und entspanntes Weiterkommen. In Feistritz ist dann erst mal wieder tanken angesagt. Wie es sich gehört, wird nach dem Tanken wieder die ursprüngliche Reihenfolge eingenommen und auf Nachzügler gewartet. Jetzt aber hat Birgit ihren Auftritt. Warum denn einreihen, die stehen doch alle verkehrt. In zügiger Gangart fährt sie wieder Richtung Windische Höhen. Der Rest der Truppe ist doch leicht verwundert, aber was soll es, die kommt schon wieder. Und tatsächlich, nach wenigen Minuten kommt sie wieder und reiht sich brav ein. Was das Ganze aber nun sollte, ist trotz gewissenhafter Millstädter SeeUntersuchung nicht mehr herauszubekommen. Nur wenige Kilometer weiter wird Birgit aber dann ein richtiges Highlight geboten. Ein Schubkarren fahrender Österreicher im knapp sitzenden Stringtanga, soll Augenzeugen zu Folge für erhebliche Unruhe im Fahrwerk der Hornet gesorgt haben. Zum Glück ist es bis zur nächsten Pause, um den Blutdruck zu normalisieren, am Millstätter See nicht mehr weit. Kurz hinter der Ortschaft Glanz ist dann eine kurze Kaffeepause angesagt.

NockalmstraßeRichtig eingereiht geht es auf der B88 weiter in Richtung Radenthein. Die Baustelle die Österreich uns jetzt bietet ist beeindruckend. Der ganze Ort scheint nur aus Umleitungen zu bestehen. Allerdings führt uns Dietmar mit traumwandlerischer Sicherheit durch dieses Labyrinth. Ob geplant oder mit Glück, ist doch letztendlich egal. Endlich geht es wieder zügig Richtung Ebene Reichenau. Kurz hinter der Ortschaft verlassen wir die Hauptstraße und biegen links in Richtung Nockalmstraße ab.Nockalmstraße Zwar wartet als erstes ein Mauthäuschen auf uns, aber die Straße ist jeden Cent wert. Landschaftlich und fahrerrisch reizvoll führt uns die Straße bis auf 2042 m Höhe. Bei unserem ersten Kurzstopp, werden wir durch eine fidele Rentnertruppe auch noch mit landestypischen Spezialitäten versorgt. Frisch gestärkt nehmen wir bei wenig Verkehr, dass letzte Teilstück bis Kremsbrücke unter die Räder.

Maltatal HochalmstraßeDa Frank auf Grund unzähliger Urlaubsreisen hier eine sehr gute Ortskenntnis besitzt, beschliessen wir in Gmünd an der Shelltankstelle unseren nächsten Tank und Pausenstopp einzulegen. Gesagt, getan, über die B 99 erreichen wir nach kurzer Zeit Gmünd. Zwar ist die Shelltankstelle zu BP mutiert, aber Benzin, Kaffee und Eis gibt es hier auch. Nach Betanken der Schnapsgläschen fahren wir auf der L 12 Richtung Maltatal – Hochalmstrasse. Maltatal HochalmstraßeHier heisst es erstmal wieder zahlen. Nach Erhalt unserer Tickets müssen wir warten, da die Strecke bis zum Kölnbreinspeicher durch eine Ampel geregelt wird. Nach einer nur kurzen Wartezeit fahren wir über eine aussergewöhnlich schöne Strasse bis zum Kölnbreinspeicher. Die grösste Talsperre Österreichs liegt vor uns. Besonders hat uns die imposante Staumauer beeindruckt. Recht ungemütlich ist es hier oben, trotzdem wird von einigen das Bauwerk einer genauen Untersuchung unterzogen. Nachdem der Wissensdurst gestillt ist, bereiten wir uns auf die Talfahrt vor. Zwanzig Minuten Wartezeit zeigt uns die Ampelsteuerung an. Zum Glück aktualisiert die Ampel die Wartezeit recht zügig, so das wir schon nach 10 Minuten unsere Fahrt fortsetzen können.

Gasthof EnglWieder in Gmünd angekommen setzen wir unsere Fahrt auf der B 99 in Richtung Millstätter See fort. Bei Lieserhofen verlassen wir die B 99 und fahren Richtung Drautal. Leider herrscht hier sehr starker Verkehr und wir sind froh das Drautal in Oberdrauburg endlich verlassen zu können. Der vorletzte Höhepunkt des Tages steht an, unser Hausberg ruft. Gewohnt zügig, bis sehr zügig geht es die letzten Kilometer nach Kötschach. Nach dem Abendessen dann der letzte Höhepunkt des Tages, eine Geburtstagsfete ist angesagt. Mit einer doch recht seltsamem Mischung aus Mineralwasser, Ahoi Brause und Cola Barcadi geht der Tag zu Ende.


 

 Der sechste Tag – Drei Länder im Stück

Schade, wirklich schon unser letzter Tag. Zum Trost erwarten uns aber heute einige echte Highlights. Durch Österreich, Italien, Slowenien und wieder Österreich führt uns unsere 260 km lange Tour heute. Schmale Passstraßen mit wenig Verkehr, wechseln sich ab mit überlaufenen NassfeldpassSchicki-Micki-Gegenden.

Gegen 09:00 Uhr starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück, bei strahlendem Sonnenschein, Richtung Tankstelle. Vermutlich können wir die nächsten 100 km jetzt aber Non Stopp bewältigen. Über die B 111 geht es in östliche Richtung Rattendorf. Kurz hinter Rattendorf verlassen wir die Bundesstrasse um den Nassfeldpass anzugreifen. Wie so oft bei grenzüberschreitenden Pässen Österreich – Italien, zwei völlig verschiedene Seiten. Die österreichische Seite breit und großzügig ausgebaut, die italienische Seite dagegen schmal, unübersichtlich und mit vereinzelten Belagschäden. Dem Spaß tut dies aber keinen Abbruch.

NassfeldpassAuf der Passhöhe halten wir unseren ersten Kurzstopp ab. Relativ ruhig geht es hier oben zu, im Winter scheint hier mehr los zu sein. Auf der Sp 110 geht es dann abwärts Richtung Pontebba, und hier zieht es uns dann weit auseinander. Freilaufende Rindviecher kreuzen unseren Weg und während einige versuchen die Hindernisse vorsichtig zu umfahren, versuchen Klaus und Jochen eine vorsichtige Kontaktaufnahme. Ob es an der unterschiedlichen Sprache liegt oder am Desinteresse der Rindviecher, die Kontaktaufnahme scheitert kläglich. Am Ende der Passstrasse kurz vor Pontebba wird dann noch ein Riesenpuzzle geboten. Ein Baggerfahrer ist damit beschäftigt, riesige Felsbrocken zu einem Hochwasserschutz zusammen zu stellen. Auch wenn das hier interessant ist, Moppedfahren ist interessanter. Also fahren wir auf der SS 13 weiter nach Raccolana. Ziemlich langweilig ist dieses kurze Teilstück, dies ändert sich aber als wir in die SP 67 einbiegen.

In einem kleinen italienischen Cafe machen wir eine Cappucinopause. Fröhlicher Vogelgesang untermalt unsere Pause, ob man dafür aber Vögel in winzige Käfige einsperren muss sei einmal dahingestellt. Die anschließende Fahrt Richtung Predilpass ist dann aber vom Feinsten. EineBovec Slowenien ganz tolle Strecke beginnt unmittelbar hinter dem Lago del Predil. Bis zur slowenischen Grenze wechseln sich Kehren, Kehrentunnel im stetigen Wechsel ab. Der sich anschließende Grenzübergang ist in Europa schon fast ungewöhnlich, man benötigt einen Personalausweis. Die folgende Abfahrt nach Bovec verläuft ohne große Höhepunkte. Da mittlerweile 109 km auf der Uhr stehen, beginnt die Suche nach einer Tankstelle. Zum Glück werden wir schnell fündig, so dass wir uns in Bovec noch nach einer Pausenmöglichkeit umsehen können. Eine Eisdiele wird das Ziel unserer Suche. Da die Verständigung in Slowenien doch ein wenig humpelt, wird einfach für jeden ein Eisbecher nach Wahl des Hauses bestellt. So was läst sich natürlich kein Wirt der Welt zweimal sagen. Gigantische Portionen feinstes Sahneeis wandern über den Tresen. Und wirklich gute Kumpel helfen sogar, wenn jemand seine Portion nicht schafft. Mit leichtem Völlegefühl verlassen wir Bovec in Richtung Vrisic – Sattel.

Unmittelbar nach verlassen der 203 sehen wir am Straßenrand eine Polizeimotorradstreife. Gegenseitiges Grüßen entspannt die Situation aber. In zügiger Fahrweise geht es weiter Richtung Vrisic. Auf etwa halber Strecke zum Sattel, treffen wir auf eine große Anzahl alter Vespa Roller, die scheinbar zu einem Treffen unterwegs sind. Obwohl die Roller flott sind, wirklich störend sind sie nicht. Die weitere Auffahrt zum Sattel gestaltet sich dann aber recht angenehm. Erstaunlicher weise ist der Sattel überhaupt nicht verbaut. Abgezockt werden wir trotzdem, ein Slowene in Fantasieuniform verlangt Parkgebühr. Das man uns dann keine Quittung gibt, wundert uns dann auch nicht mehr. Nach einer kurzen Pause verlassen wir den 1611 m hohen Sattel in Richtung Kranjska Gora. Die Nordrampe hält dann aber noch eine Überraschung für uns bereit. Die Spitzkehren sind mit Kopfsteinpflaster versehen. Bei trockener Straße funktioniert die Abfahrt aber relativ gut, bei Regen haben wir es zum Glück nicht ausprobieren müssen.

VrisicVorbei an Podkoren geht es dann weiter Richtung Wurzenpass. Der Pass selber ist wenig aufregend und kurz vor der Passhöhe verlassen wir Slowenien. Auf der Nordrampe fahren wir dann bei wenig Verkehr in Richtung Fürnitz. Auf dem Teilstück zum Faaker See ist dann aber richtig Betrieb. Schön ist die Gegend am See, wenn auch einiges an Mallorca erinnert. Und auch einiges an Flächenrüttlern wird uns geboten. Sicherheitskleidung ist scheinbar für die meisten Fahrer ein Fremdwort, obwohl doch jeder weis:” Traue keinem Motorrad, bei dem die Füße als erstes durch die Kurve gehen.” Mittlerweile ist es später Nachmittag geworden, und bis Kötschach sind es noch gut 80 km. Auf der B 83 und anschließend auf der B 111 geht es bei starken Verkehr und hochsommerlichen Temperaturen zurück zum Gasthof Engl. Schon fast traditionsgemäß endet der letzte Urlaubstag in Österreich auf der Hotelterasse.


 

Der siebte Tag, zurück nach Hause

Schon früh heißt es Abschied und Aufstellung zum letzten Gruppenfoto nehmen. Da sich ein recht schöner Tag ankündigt, und wir die Großglockner Hochalpenstraße noch in bester Erinnerung haben, steht unsere Route fest.Gasthof Engl

Zum letzten Mal nehmen wir heute unseren Hausberg, den Gailbergsattel unter die Räder. Schnell erreichen wir Lienz und mit der Auffahrt zum Iselsbergpass beginnt der Spass. In Heiligenblut lösen wir unser Ticket ein, dass wir aus Kostengründen schon über den ADAC geordert haben. Heute ist ein Abstecher zur Franz – Josef Hütte geplant. Dieser kleine Umweg sollte auf jeden Fall eingeplant werden, denn der Blick auf die Pasterze und den Gipfel des Großglockners lohnt sich wirklich. Es ist uns sogar vergönnt direkt am Parkhaus ein paar Murmeltiere zu beobachten. Etwas nachdenklich stimmt allerdings der Blick auf die Pasterze, zumindest wenn man 30 Jahre alte Fotos als Vergleich heranzieht. Langsam wird es aber ungemütlich hier oben und es fängt auch an etwas zu regnen. Die Talfahrt Richtung Heiligenblut bis zur Abzweigung Hochtor schaffen wir noch relativ gemütlich. Der Anstieg zum Hochtor wird dann aber zunehmend ungemütlicher. Scheinbar befindet sich unsere Truppe mitten in den Wolken und bis zur Passhöhe nehmen Temperatur und Sichtweite kontinuierlich ab.Pasterze Auf der Passhöhe angekommen sind es vielleicht noch 2 – 3 Grad und 10 – 20 m Sichtweite. Auch eine kurz eingeschobene Schneeballschlacht kann die Stimmung nicht merklich aufhellen. Da langes Warten wahrscheinlich auch nicht weiterhilft, hängen wir uns kurzerhand hinter einen holländischen VW Bus. Sehr defensiv und bei schlechten Sichtverhältnissen tuckeln wir den Pass hinunter. Bei geschätzten 1200 Höhenmetern geht der Nebel dann langsam in Regen über, der bis zur Ankunft in Fusch anhält. Wie schon letztes Jahr kehren wir hier beim Bärenwirt zum Mittagessen ein.Großklockner

Während wir beim Mittagessen sind klart es endlich wieder auf, so dass unsere weitere Fahrt in Richtung Zell am See im Trockenen fortsetzen können. Nach einer kurzen Tankpause in Zell am See fahren wir nach Saalfelden am steinernen Meer und weiter zum Grießenpass. Ein wunderschönes Teilstück vorbei an St. Ullrich am Pillersee schließt sich an. Auf der B 172 verlassen wir dann mit der Überquerung des Inns kurz vor Oberaudorf Österreich.

Und jetzt fast zum Ende der Rückfahrt hält Bayern mit der Tatzelwurmstraße noch einen tollen Höhepunkt bereit. Tolle Kurven, ein super Belag und eine beeindruckende Landschaft begleiten uns bis zum Sudelfeldsattel. Vorbei an Bayrisch Zell geht es dann zum Schliersee, wo wir dann auch den letzten Stopp einlegen.

Die letzte Etappe auf der A 8 bis zum Bahnhof in München verläuft ohne besondere Höhepunkte. Obwohl wir sehr zeitig am Bahnhof sind, haben sich schon etliche Moppedfahrer eingefunden. Allerdings hat man den Eindruck, die Gruppen sind wahllos über den Platz verteilt. Aber jetzt hat Frank seinen großen Auftritt, frei nach dem Motto von Hans Alpers:” Hoppla, jetzt komm ich.”, geht es ohne Umschweife zur Rampe. Nur noch ein kurzes Gespräch mit den Bahnbediensteten, und die Verladung kann beginnen. Die gewonnene Zeit nutzen wir dann zu einem Besuch bei Döner Ali. Frisch gestärkt beziehen wir unsere Abteile, erledigen noch kleine Einkäufe, um dann auf die Abfahrt zu warten. Pünktlich verlassen wir München, nehmen noch ein paar Schlummertrunks zu uns, und erreichen gegen 08:00 Uhr den Bahnhof Altona.


 

Der achte Tag – Die Reise ist zu Ende

Stader SandTolle Kurven und aufregende Passfahrten liegen hinter uns, aber Klaus gelingt es seinen Adrenalinspiegel in bisher ungeahnte Höhen zu katapultieren. Es darf nicht wahr sein, dass Portmonee ist weg. Mit ungewohnter Schnelligkeit stellt Klaus den Zug auf den Kopf, während Jochen versucht den Lokführer im Schnack aufzuhalten. Ob Papierkörbe, Windeln oder Essensreste alles wird einer peinlich genauen Prüfung unterzogen. Aber es nützt alles nichts, dass Portmonee bleibt verschwunden. Doch plötzlich kehrt eine gesunde Gesichtsfarbe ins Klaus’ Gesicht zurück. In einer der zahlreichen Taschen, der hochpreisigen Rukkajacke, findet sich das gute Stück wieder an. Einige von uns können sich ein heimliches, breites Grinsen aber dann doch nicht ganz verkneifen. Gottlob bleiben wir von weiteren Überraschungen auf den Weg nach Bliedersdorf verschont. Groß ist die Wiedersehens Freude und nach einem fulminanten Frühstück endet unsere Tour traditionsgemäß in Stadersand.