Bikerwitze

Bikerwitze / Motorradwitze

Ein Biker kauft sich eine neue vor Chrom glänzende Harley. Der Verkäufer gibt ihm noch einen Tipp: „Bevor es anfängt zu regnen, sollten Sie das Chrom immer mit Vaseline einreiben. So bleibt es immer glänzend und Rost hat keine Chance!“ Diese Dose Vaseline gebe ich Ihnen gleich gratis dazu!“. Toll, denkt sich der Biker.

Mit der neuen Maschine fährt er gleich bei seiner Freundin vor, die ihn zum Essen eingeladen hat, um ihre Familie kennen zulernen. Alles läuft prima, die Eltern haben einen ganz guten Eindruck vom neuen Freund der Tochter. Kurz vor dem Dessert sagt die Tochter zu ihrem Freund:“ Wir haben da einen witzigen Familienbrauch, um jemanden für den Abwasch zu bestimmen. Wer nach dem Essen das erste Wort sagt, muss den ganzen Abwasch machen!“ Na gut, denkt sich der Biker, spiele ich eben mit. Als alle fertig gegessen haben, breitet sich eisiges Schweigen aus.

5 Minuten, 10 Minuten vergehen, der Biker wird langsam ungeduldig. Um das Ganze zu beschleunigen und eine Reaktion von den Eltern zu provozieren, schnappt er die Tochter und beginnt wild mit ihr zu knutschen. Keiner sagt etwas! Er schnappt die Tochter, legt sie auf den Esstisch, und vögelt sie richtig durch. Keiner sagt etwas! Also schnappt er sich die Mutter und besorgt es ihr auch. Noch immer sagt keiner etwas! Ziemlich frustriert blickt der Biker aus dem Fenster und merkt, dass es gerade zu regnen beginnt. Sofort denkt er an seine neue Harley und den Trick mit dem Chrom. Er greift in seine Lederjacke und zieht die Vaseline heraus.

Da springt der Vater auf und ruft: „Okay, okay, ich mache ja den Abwasch!“

 

Drei männliche Motorrad-Manager waren auf der Toilette und standen an den Urinalen. Der erste Manager ist fertig und geht rüber zum Waschbecken, uns sich die Hände zu waschen. Anschließend trocknet er seine Hände sehr sorgfältig ab. Er benutzt ein Papierhandtuch nach dem anderen und achtet darauf, dass jeder kleinste Wasserfleck auf seiner Hand abgetrocknet ist. Er dreht sich zu den anderen zwei um und sagt:“ Bei Suzuki lernen wir extrem gründlich zu sein!“

Der zweite Manager beendet sein Geschäft am Urinal und wäscht sich danach die Hände. Er benutzt ein einziges Papierhandtuch und geht sicher, dass er seine Hände abtrocknet, indem er jeden verfügbaren Fetzen von dem Papier benutzt. Er dreht sich um und sagt:“ Bei Honda wird uns nicht nur bei gebracht, extrem gründlich zu sein, sondern wir lernen auch, extrem effizient zu sein.“

Der dritte Manager ist fertig, geht geradeaus auf die Tür zu und sagt im Vorbeigehen lächelnd zu den anderen: „Bei BMW pissen wir uns nicht auf die Hände …!“

 

Es war einmal ein Wald, und in diesem Wald lebten viele Bären und Bärinnen. Unter anderem auch ein dicker fetter Bär. Dieser dicke fette Bär war immer so richtig ******* drauf, weil er so wenig Sex hatte. Die Bärinnen in dem Wald wollten mit dem nämlich nix zu tun haben. In dem Wald, da lebte auch ein Hase. Und immer wenn der Bär mal wieder so richtig ******* drauf war (weil er so wenig Sex hatte) dann hat der sich den Hasen gefangen, und dem so richtig die Fresse poliert. Dann musste der Bär lachen, weil der Hase so blöd aus der Wäsche guckt, und es ging wieder für ’ne Weile.

Als der Bär mal wieder so richtig ******* drauf war, und nach dem Hasen gelaufen war und den gerade an den Löffeln gepackt hatte, um ihm so richtig eine aufs Maul zu hauen, da tat es *PUFF* und eine gute Fee stand vor den beiden. Sie sagte: „Hört mal Jungs, es ist doch viel zu schönes Wetter, um sich gegenseitig auf die Fresse zu hauen, macht doch mal was Sinnvolles. „Ihr habt jeder 3 Wünsche frei. Und Du, Dicker, Du fängst an.“

Der Bär, völlig perplex, lässt den Hasen fallen und sagt ganz aufgeregt: „Ich wünsche mir, dass alle Bären in diesem Wald, ausser mir, zu Bärinnen werden, und dass alle Bärinnen in diesem Wald total auf mich abfahren. Dann hab ich nie wieder schlechte Laune !“ Es tut einen Schlag und alle Bären werden zu Bärinnen.

Der Hase: „Und ich wünsche mir einen ganz tollen Motorradhelm, damit das nicht so weh tut, wenn mir der Bär auf die Schnauze haut.“ Es tut einen Schlag und der Hase hat seinen Helm.

Der Bär, gierig: „Und ich wünsche mir noch, dass auch alle Bären im Nachbarwald alle zu Bärinnen werden und dass die auch alle total auf mich stehen.“ Es tut einen Schlag und auch im Nachbarwald, nur noch Bärinnen, keine Bären mehr.

Der Hase: „Und ich wünsche mir ein Motorrad, so rasend schnell Wie der schnellste Blitz, ’ne Beschleunigung von jetzt auf kawusch und mit allen nur erdenklichen Extras, damit der Bär nicht mehr schneller ist als ich und mich nicht mehr kriegt, wenn er mir auf die Schnauze hauen will.“ Es tut einen Schlag und ein bäriges Motorrad steht vor dem Hasen.

Der Bär: „Und ich wünsche, dass alle Bären auf der Welt auch alle zu Bärinnen werden.“ Und auf der ganzen Welt gab es nur noch Bärinnen, ausser ihm. Und alle waren heiss auf ihn.

Der Hase setzt den Helm auf, setzt sich auf das Motorrad, startet den Motor und sagt: „Und ich wünsche mir, dass der blöde fette Bär schwul wird!“

 

Ein Motorradfahrer ist in einer eisigen Nacht unterwegs. weil ihm der Wind so stark durch den Reissverschluss seiner Jacke zieht, hält er an und zieht seine Jacke andersrum an, mit dem Reissverschluss auf dem Rücken. einige Kilometer weiter hat er einen Verkehrsunfall und wird schwer verletzt. als der Rettungswagen eintrifft und die Sanitäter nur noch den Tod des Motorradfahrers feststellen können, fragen sie die Erstretter: „Hat der Motorradfahrer noch irgendwas gesagt?“ Einer der Passanten antwortet: „Zuerst hat er noch gestöhnt, aber nachdem wir den Kopf richtig herum gedreht haben, war er still.“

 

Fährt eine Kawa total langsam auf der A 45 und wird von der Polizei angehalten. Kawafahrer: „Oh, war ich zu schnell?“ Polizist: „Um Gottes Willen! Sie dürfen ruhig schneller fahren. So 100 Sachen sollten schon drin sein!“ Kawafahrer: „Aber hier stehen doch überall Schilder mit A 16, A 45 und A17; drauf!“

Polizist: „Aber die zeigen doch nur die Autobahnnummer!“ Der Polizist schaut sich die Sozia an. Die sitzt stocksteif auf dem Brötchen, riesige Augen, Pupille auf unendlich und Schaum vor dem Mund.

Polizist: „Was ist denn mit der los?“ Kawafahrer: „Ja, ich bin vorhin die B314 entlanggefahren!“

 

Eines Tages steht ein Biker, der vor langer Zeit auf einer einsamen Insel gestrandet ist, wieder am Meeresufer und schaut hinaus auf den Ozean. Da sieht er etwas am Horizont, das immer näher kommt. „Hm, das ist kein Schiff…“, meint er. Der Hubbel kommt immer näher und näher. „Nach einem Floss sieht es auch nicht aus“, sagt er leise.

Dann taucht aus den Fluten eine umwerfende Blondine auf, die eine Taucherausrüstung trägt. Sie geht auf den Kerl zu und fragt: „Wann hattest du deine letzte Zigarette?“ – „Vor 10 Jahren“, sagt er. Sie geht auf ihn zu, öffnet die linke Beintasche ihres Anzuges und reicht ihm eine Packung frischer Zigaretten. Der Mann zündet sich eine an, nimmt einen tiefen Zug und sagt „Oh mann, tut das gut!“.

Dann fragt sie ihn „Und wann hattest du deinen letzten Whiskey?“ – Wieder antwortet er: „Vor 10 Jahren!“ Sie öffnet eine der anderen wasserdichten Taschen ihres Taucheranzuges und holt einen Flachmann raus, den sie ihm in die Hand drückt. Er nimmt einen kräftigen Schluck und sagt: „Oh verdammt, tut das gut!“

Da greift die Blondine an den langen Reissverschluss an der Front ihres nassen Anzugs, der bis runter zu den Beinen läuft und stellt die ultimative Frage: „Und wann hattest Du das letzte Mal so richtig ECHTEN Spass?“

Der Biker hüpft unruhig hin und her: „Mein Gott! Sag jetzt nicht, du hast ein Motorrad da drinnen!“

 

Ein Harley-Fahrer muss mit dem Auto in die Stadt zum Einkaufen. Auf der Fahrt zurück, kann er gerade noch einem Frosch ausweichen und hält an, um zu sehen ob der Frosch OK ist. Plötzlich sagt der Frosch; „dafür, dass Du mich gerettet hast, erfülle ich Dir drei Wünsche!“

Der Harley-Fahrer packt den Frosch ein, um ihn mit nach Hause zu nehmen. Der Frosch erfüllt Ihm schon mal den Wunsch nach unendlich viel Geld und ewiger Jugend (Anm.: bei Harley – Fahrern besonders beliebt !) Zu Hause angekommen, zeigt ihm der Harley – Fahrer seine überaus potthässliche Frau und fragt; „kannst Du aus dieser Frau nicht ein richtig hübsches Mädchen machen ???“

„Ausgeschlossen“, sagt der Frosch, „so hässlich wie die ist, kann selbst ich nix mehr machen !“

„Aber aus meiner Harley ein richtig tolles Motorrad machen, dass geht wohl oder ???“.

Sagt der Frosch: „Kann ich noch mal Deine Frau sehen……..“

 

Ein Motorradfahrer braust auf seiner Honda CBR 900RR mit 160 km/h auf einer leeren Landstraße, als er sich plötzlich Auge in Auge mit einem kleinen Spatz sieht. Er versucht alles, um dem unglücklichen Vogel auszuweichen – nichts zu machen, die Kollision ist unvermeidbar! Im Rückspiegel sieht er den kleinen Vogel, wie er auf dem Asphalt eine Pirouette dreht, die Flügel von sich streckt und auf dem Rücken liegen bleibt. Vom schlechten Gewissen geplagt hält der Biker an, hebt das bewusstlose Tier auf, kauft einen kleinen Käfig und legt ihn sanft hinein, mit ein wenig Brot und einer Schale Wasser. Am nächsten Tag erwacht der Vogel, sieht die Gitterstäbe des Käfigs, das Brot und das Wasser, nimmt seinen Kopf zwischen die Flügel und ruft verzweifelt: „Verdammt! Ich habe den Motorradfahrer umgebracht!“

 

Zwei Motorradfahrer, Toni und Gerd, rasen bei einer Wüstenrallye durch den Sand. Als sie einen Busch am Wegesrand entdecken, halten sie an, um zu pinkeln. Plötzlich schießt eine Schlange hervor und beißt Toni in dessen bestes Stück. Kreidebleich sinkt dieser in den Sand, Gerd holt rasch das Funkgerät und funkt den Arzt um Hilfe an.

Der Arzt fragt: „Welche Farbe hatte die Schlange?“ Gerd zu Toni: „Der Arzt fragt nach der Farbe der Schlange!“ Toni stöhnt zurück: „Schwarz mit rotem Muster.“ Gerd funkt es dem Arzt durch.

Der Arzt antwortet: „Die Schlange ist sehr giftig!“ Toni fragt gepresst: „Was sagt der Arzt?“ Gerd zögernd: „Der Arzt sagt, die Schlange ist sehr giftig.“ Toni verzweifelt: „Frag ihn, was wir machen können.“ Gerd funkt dem Arzt die Frage, was zu tun sei.

Der Arzt: „Öffnet die Bissstelle mit dem Messer ein kleines bisschen“ Gerd gibt die Auskunft weiter und Toni, schon ganz schwach führt den sehr schmerzhaften Schnitt aus. Er wird ganz blass und ringt um Luft. Gerd funkt wieder den Arzt an: „Was ist jetzt zu tun?“

Arzt: „Sie müssen jetzt die Bissstelle aussaugen!“ Toni röchelt: „Was sagt der Arzt?“ Gerd langsam: „Der Arzt sagt, du musst sterben.“

 

Ein Biker kommt in eine Kneippe und bestellt einen Kaffee. Als er gehen will fragt er die Bedienung was sie bekommt. Sie antwortet:“2 Euro 60″. Der Biker packt 260 Centstücke aus und wirft sie auf den Boden. Die Bedienung ist sehr verärgert. Tage später dasselbe Spielchen wieder. Die Bedienung denkt sich, na warte dich kriege ich auch noch! Tage später bestellt er sich wieder einen Kaffee für 2 Euro 60 und als er bezahlen will legt er der Bedienung einen 5 Euro Schein hin. Sie freut sich, packt 240 Centstücke aus wirft sie zu Boden und sagt: „Ihr Restgeld“. Er packt 20 Cent aus, wirft sie dazu und meint:“Bitte noch einen Kaffee“!

 

Neulich am Düsseldorfer Hbf vorm Fahrkartenschalter. Eine Gruppe Dosentreiber und eine Gruppe Motorradfahrer stehen an um Fahrkarten zu kaufen, beide wollen nach Frankfurt zur IAA. Die Dosentreiber kaufen für jeden in der Gruppe eine Fahrkarte, die Motorradfahrer nur eine einzige. Große Augen bei den Dosentreibern… Später im Zug…kommt der Ruf:“Achtung der Schaffner!“. Alle Moppedfahrer gehen gemeinsam in eine Toilettenkabine, der Schaffner klopft an die Tür, die Fahrkarte wird unter dem Schlitz durchgeschoben und abgestempelt, alles ok. Die Dosentreiber staunen…. Auf der Rückfahrt, im Bahnhof von Frankfurt, kaufen die Dosentreiber eine Fahrkarte (jawohl sie sind Lernfähig ), die Moppedfahrer kaufen…gar keine. Auf der Fahrt kommt wieder der Ruf:“Achtung der Schaffner!“, alle Dosentreiber hasten gemeinsam in die Toilettenkabine. Einer der Motorradfahrer geht zur Tür, klopft und sagt: „Guten Tag, die Fahrkarte bitte“

 

Unterhalten sich ein Gold-Wing und ein Harley-Fahrer. Beide schwärmen vom Fahrfeeling ihrer Böcke und den tollen Technikdetails. Sagt der Gold Wing-Fahrer. „Und wenn ich dieses Knöpfchen drücke, ermittelt das GPS via Satellit sofort meine genaue Position, rechnet augenblicklich die Fahrzeit bis zum eingegebenen Zielort aus, fragt ab, ob ich die schnellste oder landschaftlich schönste Strecke fahren möchte, checkt die Staugefahr auf der Route und zeigt die Ergebnisse anschliessend übersichtlich im Cockpit an.“ „Hmmm“, antwortet der Harley-Fahrer, „das kann meine nicht. Aber wenn ich hier draufdrücke, bekomme ich eine zuverlässige Wettervorhersage. Und dann kann ich entscheiden, ob ich das Bike offen auf dem Anhänger transportieren kann oder bei Regenwahrscheinlichkeit doch besser im geschlossenen Transporter.“

 

Die Ursprünge des Motorradgrusses reichen bis in die Steinzeit zurück. Motorradfahrer waren damals ausserordentlich rar. Es gab kaum befestigte Strassen, und die Räder waren aus Stein. Nur ganz harte Kerle vertrugen die Strapazen des Motorradfahrens. Begegneten sich zwei dieser Kerle, hielten sie an, stiegen ab und zeigten einander die geöffneten Hände, um zu zeigen, dass sich kein Faustkeil darin verbarg. So wurde der Motorradgruss erfunden.

Unter ähnlich harten Bedingungen sind heute nur noch die Winterfahrer unterwegs. Motorradfahrer sind entweder Winterfahrer oder Weicheier. Weicheier trifft man im April im Strassenverkehrsamt, wo sie ihre stillgelegten Maschinen wieder anmelden. Winterfahrer dagegen fahren durch. Ihre Zahl ist klein. Treffen sich zwei Winterfahrer, ist die Freude gross. Von April an grüssen Winterfahrer nicht mehr. Winterfahrer grüssen keine Weicheier. Weicheier erkennt man daran, dass sie in den ersten Frühlingswochen wie wild und beidhändig alles grüssen, was sich auf 2 Rädern bewegt. Vor lauter Aufregung vergessen sie dann oft, dass da vorne eine Kurve kommt. Sie haben immer frische Unterwäsche an – man könnte ja im Krankenhaus landen.

Das Motorradgrüssen ist stark reglementiert und wird von Anfängern zu Recht als sehr kompliziert angesehen. Es ist umlagert von allerlei Ge – und Verboten. Das bekannteste Verbot lautet: Grüsse nie ein Einspurfahrzeug, das weniger als 250 ccm Hubraum hat. So etwas ist kein Motorrad! Wer fahrlässig Motorroller, Klein – oder Leichtkrafträder grüsst, verliert sein Gesicht und jegliche Selbstachtung. Ein Spezialfall: Oldtimer. Oldtimer werden grundsätzlich freudig und bewundernd gegrüsst, unabhängig vom Hubraum. Oldtimer werden meist von technisch versierten älteren Fahrern gefahren, sogenannten ‚alten Schraubern‘. Solchen wird Respekt gezollt. Trifft man alte Schrauber, wartet man, ob sie grüssen. Von Frühling bis Herbst grüssen viele nicht, weil sie Winterfahrer sind – Winterfahrer grüssen keine Weicheier.

Ungeregelt und darum praktisch nicht existent ist die Motorradgrusskultur auf der Autobahn. Nicht einmal erfahrene Motorradfahrer können sagen, ob man entgegenkommende Motorräder über sechs Spuren und einen Grünstreifen hinweg grüssen muss. Fahrtechnisch problematisch wird das Grüssen beim Überholen. Die klassische Grusshand, die Linke, wird vom Überholten nicht gesehen. Grüsst man mit der Linken vorn am Körper vorbei nach rechts, tippen Autofahrer auf Heuschreckenschwärme oder Unterarmkrampf.

Der ‚Heizergruss‘ in extremer Schräglage (ein Knie berührt den Asphalt) gilt als sehr riskant. Er wird allgemein als Nachweis hoher Fahrkunst angesehen, aber man sollte vorher trotzdem frische Unterwäsche anziehen. Heiz – Grüsser fahren nur auf der äussersten Profilrille und vergleichen, wer die spitzesten Fussrasten vorweisen kann. Wer die Kunst des Heizergrusses nicht beherrscht und dennoch ausübt, riskiert seinen letzten, den sogenannten ‚goldenen Gruss‘.

 

1. die Garantie erlischt, wenn er nicht – amerikanischen Produkten zuwinkt
2. mit dem dicken Leder und den Nieten kriegt er den Arm nicht hoch
3. er grüsst prinzipiell keine Fahrer, die ihr Motorrad schon voll bezahlt haben
4. er hat Angst, dass der Lenker abvibriert, wenn er ihn loslässt
5. der Fahrtwind könnte die neuen Tätowierungen am Arm wegblasen
6. er braucht ’ne Ewigkeit um nachher wegen der Vibrationen den Griff wieder zu finden
7. er kann nicht unterscheiden, ob der andere grüsst oder sich die Ohren zuhält.
8. er hat wegen der Vibrationen einen Klettverschluss zwischen Lenkergriff und Handschuh
9. er hat gerade im Wirtschaftsteil der Zeitung entdeckt, dass Honda zu 60 Prozent an Harley beteiligt ist
10. seit der Zwangsversteigerung seiner letzten Harley hasst er alle Leute, die Hände heben
11. die Rolex könnte nass werden
12. die linke Lenkerhälfte könnte geklaut werden
13. die linke Lenkerhälfte wurde bereits geklaut und er hält sich am Tacho fest
14. der ganze Lenker wurde bereits geklaut und er betet einen Rosenkranz
15. er braucht beide Hände um mit den Fingern die nächste Rate abzuzählen
16. er poliert gerade den Luftfilterdeckel

 

1. laut Honda – Fahrer – Handbuch darf er den Lenker erst loslassen, wenn das Motorrad steht, der Zündschlüssel abgezogen, der Hauptständer herausgeklappt und das Radio ausgeschaltet ist
2. auf dem Armaturenbrett ist kein Knopf für „vollautomatisches Zurückwinken“
3. er ist gerade eingeschlafen
4. er kriegt den Arm wegen Altersschwäche nicht mehr hoch
5. er hat übers Handy eine Konferenzschaltung mit seinem Broker und der City Bank.
6. Mami hat verboten, Fremde zu grüssen
7. er ist gerade mit Abzählen der Lämpchen am Christbaum beschäftigt
8. er sortiert momentan seine CD-Sammlung
9. die Hand vor der Antenne stört den Fernsehempfang
10. er räumt gerade das Kaffeegeschirr in den Spüler
11. wegen seiner Alzheimer weiss er anschliessend nicht mehr, wohin mit der Hand
12. er findet nachher zwischen all den Knöpfen, Schaltern und Hebeln den Lenker nicht mehr
13. er wechselt gerade die Batterie vom Herzschrittmacher
14. er sucht gerade im Bordcomputer, was ‚erhobene Hand eines fremden Motorradfahrers‘ bedeutet
15. er grüsst immer, aber wegen dem Geraffel um den Lenker sieht keiner die Hand

 

Sie: Das Motorrad ist kaputt. Es hat Wasser im Vergaser. Er: Wasser im Vergaser? Das ist doch lächerlich! Sie: Ich sag Dir das Motorrad hat Wasser im Vergaser! Er: Du weißt doch nicht mal, was ein Vergaser ist! Ich werde das mal überprüfen. Wo ist das Motorrad? Sie: Im Pool.

 

Eine Zugfahrt durch die Alpen. In einem Abteil sitzen eine Nonne, eine Blonde , ein Harleyfahrer und ein Banditfahrer. Der erste Tunnel wird durchfahren. Im Abteil ist es dunkel, und alle hören einen schallende Ohrfeige. Der Zug verlässt den Tunnel, es wird wieder hell und der Harleyfahrer hält sich die Wange. Die Nonne denkt: Bestimmt hat der eine Motorradfahrer versucht mich anzufassen, dabei hat er die Blonde erwischt, und die hat eine runtergehauen. Die Blonde denkt: Bestimmt hat der Harleyfahrer versucht mich anzugrapschen, hat die Nonne erwischt, und die hat Ihm eine gehauen. Der HD-Fahrer denkt: Bestimmt hat der Banditfahrer versucht die Blonde anzufassen und die hat aus Versehen mich erwischt. Und was sagt sich der Banditfahrer : KLASSE , im nächsten Tunnel knall ich Ihm wieder eine.

 

In der Grundschule ist das Thema Berufsleben an der Reihe. Der kleine Max wird gefragt, was er denn später mal werden möchte. Er ganz stolz: „Ich will mal ein Rocker werden!“ Die Lehrerin fragt: „Ja, sag mal: weißt du eigentlich, was das ist: ein Rocker?“ „Na klar: ’n fettes Motorrad unterm Arsch, Bier saufen und Weiber vögeln!“ Die Lehrerin läuft rot an, schreit rum und schickt ihn schließlich vorzeitig nach Hause mit der Auflage, daß sich sein Vater unbedingt bei der Frau Lehrerin melden muß. Der Max kommt schließlich viel zu früh heim und da fragt ihn natürlich gleich der Vater, warum er denn schon so früh daheim sei.“ Weil mich die Lehrerin nach meinen Berufswusch gefragt hat.“ „Ja und was hast Du gesagt?“ „Na, daß ich Rocker werden will!“ „Hä?“ „Na: fettes Motorrad unterm Arsch, Bier saufen ohne Ende und Weiber vögeln!“ Darauf schmiert ihm sein Vater eine; wutentbrannt schickt er den Max in sein Zimmer:“…und bis zum Abendessen überlegst Du Dir einen vernünftigen Beruf!“ Nun es wird Abend und Max kam wieder aus seinem Zimmer. Der Vater fragt ihn: „Na, und was haben wir denn jetzt für ’nen Berufswunsch?“ Max ist ganz kleinlaut: „Ja ähm: ich werde … Mini Rocker.“ „Was soll denn das nun wieder?“ „Nun …. …. Fahrrad fahren, Milch trinken und wichsen…“

 

Arthur Davidson war der Erfinder der „Harley Davidson“-Motorräder. Als er starb wollte er in den Himmel und klopfte an der Pforte an. Der Erzengel sagte: „Du hast Dein ganzes Leben lang so gute Motorräder konstruiert, dafür darfst Du jetzt auch in den Himmel; nicht nur das, sondern Du darfst Dir auch noch jemanden aussuchen, mit dem Du rumhängen willst“. Erfreut sagte Arthur Davidson: „OK, dann suche ich mir Gott persönlich aus!“ Daraufhin wurde er zu Gott geführt. Er sagte zu Gott: „Heay, Du, Du hast doch die Frau erfunden, oder?“ – „Ja“, sagte Gott, „das stimmt schon“. Da sagte Arthur Davidson zu Gott: „Dir sind da aber einige Konstruktionsfehler unterlaufen: 1. Das Vorderteil ragt zu weit heraus 2. Hinten wackelt es zu stark 3. Der Einfüllstutzen liegt zu nah am Auspuff. „Einen Moment bitte“, sagte daraufhin Gott zu Arthur Davidson und ging zu seinem himmlischen Computer. Er machte einige Eingaben und kehrte mit einem Ausdruck zu Arthur Davidson zurück. „Es mag schon sein, dass mir da einige Konstruktionsfehler unterlaufen sind, aber laut meiner Information reiten immer noch mehr Leute auf meiner Erfindung, als auf deiner“.

 

„Tut mir leid“, sagt Petrus zu dem Enddreißiger, aber du musst schon eine gute Tat vorweisen, sonst kann ich dich hier leider nicht reinlassen.“ Nach kurzem Überlegen sagt der Mann: „Ich hab beobachtet, wie eine Gruppe Rocker einer alten Dame die Einkaufstasche wegnehmen wollte. Da bin ich hingegangen, hab das Motorrad des Anführers umgestoßen, ihm ins Gesicht gespuckt und seine Braut beleidigt . . .“ „Und wann war das?“ „Vor etwa drei Minuten.“

Wie so oft im Leben, so nutzt auch der Motorradfahrer eine eigene Sprache, um sich von der breiten Masse abzuheben, bzw. um sicherzustellen dass Außenstehende ihn nicht verstehen können. In diesem Abschnitt versucht der Autor dieses Moppedlatein, soweit vorhanden ins Deutsche zu übersetzen.
Aaron Slight – ist begnadeter Honda – Werksfahrer in der Superbike – WM. S. versucht schon seit Jahren den WM-Titel nicht zu holen. Dies ist ihm auch 1999 erfolgreich gelungen.
Agostini Giacomo – ist eine Rennfahrerlegende aus den sechziger / siebziger Jahren. 15facher Motorradweltmeister auf der legendären MV – Agusta.
Ape Hanger – ist die Bezeichnung für den Hochlenker einer Harley, respektlos auch Hirschlenker genannt. Dieser Lenker ist unter anderem für verkrampfte Armhaltungen und Blutstürze verantwortlich, die bei andauernder Fahrt mit solch einem Lenker auftreten
Budweiser Bier / Jack Daniels Whiskey – sind Nationalgetränke des Harleyfahrers, nicht etwa weil die Brühe besonders schmeckt, sondern weil der Ami es vormacht.
Bürgerkäfige – ist die Bezeichnung unserer Haidergeschädigten Nachbarn für das Auto. Offensichtlich scheint dieses kleine Volk am Rande der Alpen doch ein wenig Plan zu haben.
Carbon – ist kein italienisches Nudelgericht. Carbon ist ein besonders leichtes, widerstandsfähiges Material, das zunehmend im modernen Motorradbau Verwendung findet – also nicht bei BMW.
Dosen – ist die Terminologie für Autos – für den Motorradfahrer, diesmal ausnahmsweise für alle, das natürliche Feindbild. Der Motorradfahrer verhält sich immer korrekt und fehlerfrei, Schuld sind ausschließlich eben diese Dosen, und verboten gehören sie auch, wobei zumindest die Spezies der Schönwetterfahrer (auch „Weicheier“ genannt), ein Mobilitätsproblem bekämen. Ducatisti – ist die ehrfürchtige Bezeichnung eines eingefleischten Ducati – Fahrers, und bezeugt die Hochachtung eines Nicht – Ducati – Fahrers gegenüber demselben. Diese Ehre resultiert aus mehreren Gewinnen von Weltmeisterschaften.
Ernst Leverkus – auch Klacks genannt, ist der Name eines Autors zahlreicher Motorradbücher. Die Bücher sind humorvoll geschrieben, die Ansichten die der Autor schon damals vertreten hat, eher altmodisch und heute aufgrund weiterentwickelter Technik längst überholt – für den BMW-Fahrer die Bibel. Der Ausdruck „Ist doch ein Klacks“ geht auf Ernst Leverkus zurück. Um den Autor zu ehren, hat BMW extra ein Geräusch erfunden, das entsteht, wenn man einen Gang einlegt: ein lautes Klacksen. Gore Tex – ist eine Erfindung, die auf vielfachen Wunsch von BMW-Fahrern (braucht also wirklich niemand) entwickelt wurde. Der Markt bietet mittlerweile ein gesamtes Bekleidungsprogramm aus diesem Kram an. Gore-Tex ist besonders witterungsbeständig und tropentauglich, kältefest uvm. – also alles was der Normal-Biker nicht braucht. Gore-Tex ist der Armani für den ambitionierten BMW-Fahrer.
Hämorrhoiden – sind kleine niedliche Knubbel am Hintern, die von zu harten Sitzbänken entstehen, wenn sich der Motorradfahrer stundenlang nicht rührt. Hiervon betroffen sind vorwiegend BMW – Fahrer auf Überlandtouren.
Joghurt – Becher – ist die niederträchtige Bezeichnung für ein Motorrad aus japanischer Herstellung. Wird oft verächtlich genannt, und zeugt eigentlich von der Ignoranz und dem grenzenloses Neid, ein solches Motorrad nicht zu besitzen.
Laut ist out – ist eine Initiative um Motorradfahrer zu zwingen, keinen lauten Auspuff zu montieren. Die Aktion wird zwar von allen Fahrern unterstützt, aber dran halten tut sich keiner.
Leise ist Scheiße – ist die Gegeninitiative von „Laut ist out“. Interessiert den Motorradfahrer genauso wenig. Nur die, die es offen aussprechen werden wie Aussätzige behandelt.
Raser – sind der natürliche Feind von BMW, Harley usw. Als Raser werden die Menschen bezeichnet, die das Motorrad als Sportgerät nutzen, und sich relativ zügig von A nach B bewegen.
Reiskocher – siehe Joghurtbecher.
Schubert Klapphelm – ist ein amputierter Vollvisierhelm, bei dem der Kinnschutz nebst Visier hochgeklappt werden kann. Der Helm wurde speziell für BMW-Fahrer entwickelt, und ist Tropen und Arktis getestet. So können auch Brillen-, Gebiss- und Langhaarbartträger den Helm tragen, und müssen nicht auf die geliebte BMW verzichten. Der normale Motorradfahrer wird diesen Helm niemals anziehen, weil er sich nicht lächerlich machen möchte. Auf Rennstrecke ist dieser Helm nicht erlaubt. Termignoni – ist der Hersteller von Auspuffanlagen. Diese Dinger werden sehr oft (meist von Ducatisti) für eine Schweinekohle gekauft, weil sie gut aussehen und, was viel wichtiger ist, sie sind schön laut.
Tourenschwuchteln – sind das natürlich Feindbild des Rasers – also alle BMW, Harley usw. Eine Tourenschwuchtel hat viel von der Gegend, nicht viel vom Motorrad. Es gibt Tourenschwuchteln, die besitzen Motorräder von über 100 PS und wissen es nicht mal. Auch die Anzahl der Gänge ist den meisten dieser Herrschaften unbekannt.
Top Case – ist ein Behälter, der auf dem Rücksitz des Motorrades montiert wird. Ursprünglich für den Wahn „alles mitnehmen“ zu wollen, für BMW-Fahrer entwickelt, werden die Dinger auch zunehmend auf andere Marken montiert. Für die Montage eines Top-Case ist ein Gepäckträger aus kräftigen Stahlrohren zwingend erforderlich.
Tüten – ist ein anderes Wort für Auspuff. Der Motorradfahrer verwendet diese Terminologie, um von der Polizei bei einer Kontrolle nicht verstanden zu werden.
Warmduscher – mit diesem Wort werden Motorradfahrer, meist von BMW-Fahrern und Tourern bezeichnet, die so vernünftig sind, und nicht im Winter und bei schlechtem Wetter fahren, um sich und andere nicht zu gefährden.
Zugeparkt – ist die Bezeichnung, für extrem langsame Motorradfahrer. „Der hat mir die Kurve zugeparkt“ bedeutet also, dass ein Motorrad in einer Kurve fast steht. Professionelle „Zuparker“ sind BMW- und Harleyfahrer, die meisten Cruiser und ca. 50% aller Tourer.
Zwei – Zimmer, Küche, Bad – ist die Bezeichnung für eine vollständig ausgerüstete Honda Gold – Wing. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Fahrer solcher Motorräder noch als solches bezeichnen. Es sollen sogar schon Gold – Wing mit einem Anhänger gesehen worden sein! Der normale Motorradfahrer schenkt der Gold – Wing – Spezies keine Beachtung – man ignoriert sich. Da der Autofahrer sich auch distanziert, führen die „Gold-Winger“ ein relativ einsames Leben, das sie durch peinliche Treffen etwas abwechslungsreich zu gestalten versuchen. Selbst der sonst vor nichts zurückschreckende BMW-Fahrer distanziert sich hier klar.

 

Drei Biker kommen in den Himmel und fordern Einlass, ein Yamaha, ein Honda- und ein BMW-Fahrer. Der Torwächter zum Yamaha-Fahrer: „Du bist immer zu schnell gefahren, hast rote Ampeln missachtet und dich nicht für den Himmel bewährt, du mußt in die Hölle. “ Große Enttäuschung. Der Torwächter dann zum Honda-Fahrer: „Bei dir war’s auch nicht besser, du bist immer zu schnell gefahren, hast rote Ampeln missachtet und dich nicht für den Himmel bewährt, du mußt auch in die Hölle.“ Wieder große Enttäuschung. Zum Schluss der BMW-Fahrer, der sich gerade rechtfertigen will : Der Torwächter : „Sag nichts, du darfst rein, du hast die Hölle schon hinter dir.“

 

Als der liebe Gott das Motorrad erschuf – es war an einem feuchtkalten, windigen Märzmorgen -, da kamen ihm plötzlich die älteren Menschen in den Sinn. Die sollten schließlich auch auf seiner neuen Schöpfung fahren. „Werden sie“, sorgte Er sich, „bei Sturm und Nieselregen keine kalten Füße bekommen?“ Das war der Moment, als der Boxermotor erfunden wurde. Links ein warmer Zylinder, rechts ein warmer Zylinder, dahinter die warmen Füße. Die Menschen aber jubelten und sprachen: „Er hat uns eine Box-Mich-Warm geschenkt!“ Und sie nannten den Boxer von da an BMW.

Der echte und klassische BMW-Fahrer hat hin und wieder Durchblutungsstörungen. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass kein anderes Motorrad so oft ab Werk mit Griffheizung ausgeliefert wird.

Eine BMW ist unwiderruflich das Motorrad für die gesetzteren und etablierten Herrschaften. Zum Leidwesen des Herstellers. Was hat BMW nicht alles angestellt, um auch den gut durchbluteten Nachwuchs für seine Modelle zu gewinnen. Doch es half alles nichts: Wer „BMW“ sagt meint immer nur: ein Zylinder links, einer rechts, dahinter warme Füße. Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, liegt natürlich nicht an zu warmen Füßen. Sondern am eindrucksvollen Kaufpreis. Und selbst wenn man mit Hilfe von Krediten und der Ausplünderung der gesamten Verwandtschaft die zwanzig Riesen stemmt – dann werden einen die Inspektions- und Werkstattkosten ruinieren. Kurz: Wer Probleme mit der Liquidität hat, für den bleibt die BMW ein schöner Traum, Die Kehrseite der Medaille: Wer eine hat, der schleppt zeitlebens das Image eines Erbonkels mit sich rum. Das Erbonkel-Image ist unglaublich zählebig.

Beispiel: Im Fachgeschäft für Motorradbekleidung wird man vom heimtückischen Verkaufspersonal zu allererst nach der Motorradmarke gefragt. Wer sich unvorsichtigerweise als BMW-Fahrer outet, für den beginnt die Jackenberatung bei 500 € aufwärts. Der potentielle BMW-Fahrer sollte sich also folgende Reihenfolge immer wieder einhämmern: zuerst Haus bauen, dann Sohn zeugen, dann Baum pflanzen – und erst danach BMW kaufen! Nun reicht es keineswegs aus, Kohle zu haben und über 40 zu sein, um ein richtiger BMW-Fahrer zu sein. Es existieren daneben auch erstaunlich hohe Anforderungen an Charakter und Intellekt. Man muss sich wundern, warum es noch keinen Führerschein speziell für BMWs gibt.

Zum Beispiel der Auftritt: Zum gelungenen Auftritt eines Motorradfahrers gehört unbedingt eine Masse Krawall aus den Auspufftüten. Der BMW-Fahrer, und insbesondere der Eigner des neuen Vierventil-Boxers, macht aber ausschließlich solche Erfahrungen:

Du kannst durch die Fußgängerzone braten – kein Schwein guckt. Ziegen, die in griechischen Bergdörfern mitten auf der Straße in der Sonne dösen, bewegen sich keinen Millimeter, wenn eine BMW naht. So leise ist das Motorrad! Wer es aus frühkindlichen Gründen (schwere Geburt, Vater ein Monster etc.) nötig hat, auf dem Motorrad den röhrenden Hirschen zu geben, der vergesse die BMW. Man könnte auch sagen, der BMW-Fahrer muss es intellektuell verkraften, dass „BMW“ verschiedene Bedeutungen hat: Der BMW ist ein vom Image her sportlich-aggressives Fahrzeug, welches das schwache Ich seines Fahrers beträchtlich aufwertet. Die BMW dagegen ist ein reines Understatement-Bike. Niemals würde man hier von „Sport“ reden; als Fahrer eines BMW-Motorrades ist man automatisch „Tourenfahrer“.

Andere Motorradfahrer mögen mit ausgeräumten Auspuffrohren und entdrosselten 130 PS durch die City toben und die Blicke der Bräute auf sich ziehen. Der Fahrer eines BMW-Motorrades hat das nicht nötig, weil er seelisch völlig gesund und innerlich ausbalanciert ist.

Der typische BMW-Fahrer befindet sich exakt in der Mitte seines Lebens. Ist die Midlife-Crisis noch nicht angebrochen, dann fährt er eine klassisch-schwarze Maschine. Steckt er mitten in der Krise, bevorzugt er Rot. Dann zwängt er seinen inzwischen fülligen Körper auch gern in eine rote Rennkombi, was ihn zum Gespött der Nachbarschaft macht. Doch was sein muss, muss sein.

Zeit zum Motorradfahren hat er natürlich nicht – der Job geht vor. Darum nutzt er die Maschine hin und wieder geschäftlich. Geschäftsfreunden tritt er dann mit öligem Schuhwerk (aus irgendeinem Grund ölt an der BMW immer eines: die Kopf- oder die Fußdichtung) und fliegenbeklatschter Lederjacke gegenüber. In solchen Momenten fühlt er sich jung und gesund. Kluge Geschäftsfreunde wissen: Das geht vorüber, Gemeinsamkeit unter seinesgleichen sucht der BMW- Fahrer in einem BMW-Club.

Mit Fahrern anderer Marken verkehrt er ungern. Wildere Motorradtreffen meidet der BMW-Fahrer, schon weil er unter „Burn-out“ nicht abfackelnde Reifen, sondern eine gefürchtete Managerkrankheit versteht.

Wenn er aber doch mal Lust auf ein bisschen Oben–ohne-Gucken hat, lässt er die BMW mehrere Blocks vor dem Veranstaltungsort stehen. Das Schönste an solchen Treffen sind die anderen Motorradfahrer, die bewundernd herumstehen. „Boooh ey, wo hasse denn die Tüten her? Welcher TÜV hat dir denn die Gabel eingetragen?? Und die Kühlrippen: alle von Hand poliert???“ Weil der BMW-Fahrer keine juristisch fragwürdigen Umbauten vornimmt und sowieso alles die Werkstatt machen lässt, stehen um seinen Bock niemals Grüppchen von Motorradfahrern herum. Doch auch für ihn schlägt einmal die große Stunde. Rastplatz Münsterland. Ein Reisebus aus Rotenburg an der Wümme hält an. DRK-Seniorenfahrt ins Sauerland, Die Omas gehen pinkeln. Die Opas umringen den BMW-Fahrer und seine Maschine. „Oooh‘, rufen sie. Und „ahhh“. „Die neue BMW! Vier Ventile?? G-Kat??? Wunderbar, dass es den guten alten Boxer noch gibt. Ja, nach dem Krieg, da hab ich eine R 51 Strich 2 gefahren. Das waren noch Zeiten! Mehr geschraubt als gefahren!“ „Komm jetzt, Erwin!“ Oma zieht Erwin in den Reisebus zurück. Von ferne winkt der Erwin noch einmal- Und ruft noch etwas, das klingt wie: „Und warme Füße hatte man! Immer!“

 

Ein Man kommt ins Gasthaus und murmelt vor sich hin: Scheiss Yamaha-Fahrer, Scheiss Yamaha-Fahrer. Dabei spuckt er immer wieder auf den Boden. Als der Kellner kommt, sagt er: „A Schnitzel und a Bier, Scheiss Yamaha-Fahrer. (spuck)“ Der Kellner wundert sich zwar, nimmt aber die Bestellung auf. Während der Mann auf sein Essen wartet, sagt er wieder: „Scheiss Yamaha-Fahrer (spuck)“. Immer und immer wieder. Die anderen Gäste im Lokal werden schon unruhig. Der Wirt kommt zu den Mann und sagt: „Unterlassen sie das Gefluche und die Spuckerei, sie vertreiben mir noch alle Gäste.“ Der Mann erwidert: „Scheiss Yamaha-Fahrer, ich kann nicht anders (spuck)“. Der Wirt: „Ja warum denn?“ „Also hören sie zu“, sagt der Mann. „Ich fahr heute mit meinen 7,5 Tonner LKW, komm ins Schleudern, rutsch in den Strassengraben und bleib stecken, hab absolut keine Chance wieder rauszukommen. Scheiss Yamaha-Fahrer (spuck). In dem Moment kommt so ein Scheiss Yamaha-Fahrer daher und fragt mich, ob er mich mit seiner Scheiss Yamaha aus dem Graben ziehen soll!!! Sag ich zu ihm: ‚Wenn du das schaffst, dann blas ich dir einen!‘ Scheiss Yamaha-Fahrer sag ich jetzt nur!“ (spuck spuck)

 

Ein Biker kommt zum Pfarrer: „Herr Pfarrer, man hat mir mein Motorrad geklaut. Können Sie mir helfen, es zurück zu bekommen?“ „Mein Sohn, im nächsten Gottesdienst werde ich die 10 Gebote behandeln. Pass auf, wer beim 7. Gebot rot wird. Das ist der Dieb!“ Gesagt – getan! Nach dem Gottesdienst fragt der Pfarrer: „Und, hattest Du Erfolg? Ist jemand rot geworden?“ „Nein, aber die Angelegenheit hat sich so erledigt. – Als Sie das sechste Gebot erwähnten, ist mir eingefallen, wo ich das Motorrad habe stehen gelassen.“

 

Ein 85-jähriger Biker fährt in Wien bei Rot über die Kreuzung. Er wird von einem jungen eifrigen Aspiranten aufgehalten. Polizist: „Führerschein bitte. Se san grod bei Rot üba de Kreizung gfohrn!“ Biker: „Wirklich?!? Führerschein hab ich keinen!“ Polizist: „Dann gebn’s ma den Zulassungsschein!“ Biker: „Hab ich auch keinen!“ Polizist: „Schaun’s amoi im Koffer nach!“ Biker: „Da muss ich nicht hineinschauen. Da ist nur meine 9mm Glock drinnen!“ Polizist: „Wie bitte?“ Biker: „Meine Waffe …!“ Polizist: „Mochns amoi die Seitenkoffer auf!“ Biker: „Muss ich auch nicht. Da ist nur meine Frau drinnen. Die hab Ich vor 10 Minuten erschossen!“ Der Polizist alarmiert WEGA, KRIPO und zusätzliche Funkstreifen. Der Einsatzleiter der WEGA geht zum Biker. WEGA: „Führerschein, Zulassungsschein!“ Der Biker händigt beide Dokumente wortlos aus. WEGA: „Danke, jetzt geben sie mir bitte die Waffe mit der linken Hand aus dem Topcase!“ Biker: „Welche Waffe? Da ist nur mein Verbandszeug und mein Kettenspray drinnen!“ Der Biker öffnet das Topcase und es ist wirklich nur Verbandszeug und Kettenspray drinnen. WEGA: „Zeigen Sie mir die Leiche in den Seitenkoffern!“ Biker: „Leiche?!? Da ist nur meine Regenhaut und mein Einkauf drinnen!“ Er öffnet die Koffer und es sind wirklich nur Regenzeug und Lebensmittel drinnen! Der Einsatzleiter WEGA geht zum Aspiranten und meint: „Heast du bist a schena Trottl! Uns sogst der hot an Bumpara und a Leich im Motorradl, dabei is a eh vorschriftsmäßig untawegs!“ Biker: „Und mir wollt der da einreden ich sei bei Rot über die Kreuzung gefahren!“

 

Ein Hitzkopf will den Motorrad Führerschein machen. Am Tag der Prüfung sagt Ihn der Prüfer: „Machen Sie mir doch Bitte mal einen Achter“. Da steigt der Kerl auf das Mopped und legt einen perfekten Burnout auf den Asphalt. Als sich der Rauch gelegt hat, und Ihn den Prüfer verdutzt anschaut sagt er: „Tut mir Leid. Bisher habe ich nur die Nuller gelernt“..

 

Stell dir vor: Ich war mit dem Motorrad unterwegs, links neben mir fuhr ein riesiges Feuerwehrauto, vor mir galoppierte ein Schwein und dann wurde ich noch von einem tief fliegenden Hubschrauber verfolgt. Und was ist dann passiert? – Dann kam meine Frau und hat gesagt, ich soll vom Kinderkarussell absteigen und weniger Glühwein saufen.

 

In der Werkstatt setzt der Mechaniker gerade den Zylinderkopf in den Motor einer Harley ein, als ein bekannter Herzchirurg die Halle betritt. Herr Doktor, kann ich sie mal etwas fragen?“, ruft der Mechaniker. Der Arzt ist etwas verwundert und gesellt sich zum Mechaniker. „Herr Doktor, schauen Sie sich mal diesen Motor an. Ich habe das `Herz´ geöffnet, die Ventile ausgebaut, alles gereinigt und repariert und an- schließend wieder eingebaut. Jetzt läuft wieder alles wie neu. Eigentlich haben wir doch den gleichen Job, oder?“ Der Arzt nickt. „Was ich nicht verstehe“, so der Mechaniker weiter, „wieso bekomme ich ein so lausiges Salär und Sie machen den großen Reibach?“ Der Arzt überlegt einige Sekunden: „Versuchen Sie das Gleiche mal bei laufendem Motor.“

 

Samstagmorgen bin ich sehr früh aufgestanden! Da es ziemlich kühl war, nahm ich meine lange Unterwäsche aus dem Schrank, zog mich leise an, nahm meinen Helm und meine Lederjacke, schlich mich leise in die Garage, schob mein Motorrad hinaus und fuhr los. Plötzlich begann es strömend zu regnen, Regen, der gemischt mit Schnee war und einem Wind mit bis zu 75 km/h. Also fuhr ich wieder in die Garage, stellte das Radio an und hörte, dass das Wetter den ganzen Tag so schlecht bleiben sollte. So ging ich zurück ins Haus, zog mich leise wieder aus und legte mich wieder ins Bett. Dann kuschelte ich mich von hinten an den Rücken meiner Frau, diesmal jedoch mit anderen Gedanken, und sagte leise: ‚Das Wetter draussen ist furchtbar!‘ Ganz verschlafen antwortete sie: ‚Ob du es glaubst oder nicht, aber bei diesem scheiss Wetter ist mein Mann mit dem Motorrad unterwegs………..‘

 

Was ist der Unterschied zwischen Godzilla und einer Harley? Das eine ist ein urzeitliches, stinkendes und lautes Monster und das andere ist eine Filmfigur.

 

Ein Priester und ein Motorradfahrer treffen sich vor dem Himmelstor. Petrus lässt den Motorradfahrer sofort ein und gibt ihm die beste Wolke. Der Priester muss lange warten. Als Petrus wieder erscheint gibt er dem Priester eine mikrige und vergammelte Wolke. Der Prister protestiert: „Ich bin Priester und habe jeden Tag in der Kirche gebetet. Warum bevorzugst du den Motorradfahrer?“ Petrus antwortet: „Ganz einfach mein Lieber, bei dir hat nur eine Person gebetet, aber wenn der Motorradfahrer aus dem Dorfe fuhr, beteten die Mutter, der Vater, die Schwester, der Bruder, die Freundin und alle die an dieser Strasse wohnten.“

 

Heute Morgen war ich beim Bäcker. Ich war 3 Minuten im Laden drin, und als ich wieder raus kam, war da eine Politesse und schrieb gerade einen Strafzettel. Also ging ich zu ihr hin und sagte: „Hören Sie mal, ich war nur gerade beim Bäcker.“ Sie ignorierte mich und schrieb das Ticket weiter aus. Das machte mich etwas wütend und ich wurde etwas unbeherrschter: „Hallo? Sind Sie taub, ich war nur gerade beim Bäcker!“ Sie sah mich an und sagte: „Dafür kann ich nichts. Sie dürfen hier nicht parken und außerdem sollten Sie sich etwas zurückhalten!“ So langsam ging mir das auf den Zeiger… Also nannte ich sie eine blöde Schlampe und sagte ihr noch, wo sie sich ihr beschissenes Knöllchen hin stecken konnte. Da wurde die auf einmal richtig stinkig und faselte etwas von Anzeige und Nachspiel für mich. Ich habe ihr dann noch gesagt, sie sei die Prostituierte des Ordnungsamtes und könne, wenn sie woanders anschaffen ginge, wesentlich mehr verdienen. Sie zog dann unter dem Hinweis, auf die nun folgende Anzeige wegen Beleidigung, von dannen. Mir war das egal. Ich war ja zu Fuß da… aber ich glaube, es war dein Moped.

 

1) der Rudelfahrer
Der Rudelfahrer ist die angenehmste Sorte der Motorradfahrer. Er holt das gute Stück nur Samstags aus der Opel-Astra-Kombi-besetzen Doppel-Garage, um mit seinen Kumpels einen Motorradausflug zu machen. Im Pulk hat er Spaß und gefährdet weder sich noch andere. Allerdings bekommt der Rudelfahrer Panikattacken, wenn sich ein Auto in den Pulk schiebt. Da hat der Rudelfahrer Angst, er könnte den Anschluss an die Herde verlieren, weswegen sich in seinem Gehirn dann ein Schalter mit der Aufschrift „einholen“ umlegt und alle anderen Gehirnfunktionen unterdrückt. Jetzt überholt der Rudelfahrer links oder rechts oder vor Kurven oder in Kurven, mit Gegenverkehr, ohne Gegenverkehr, alles egal, das Ziel ist. die eigene Staffel wieder einzuholen, um sich nicht solch widerwärtigen Sätzen wie „wo bleibste denn?“ aussetzen zu müssen.

2) den Kradmelder
Der Kradmelder ist meist mittleren oder fortgeschrittenen Alters und fährt ein kleines bis mittelschweres Motorrad. Der Kradmelder ist der Ansicht, dass er eine RIEEEESIGE Fahrpraxis hat und deswegen „schon irgendwie rechtzeitig vom Bock kommt“, sollte es eine Krisensituation geben. Der Kradmelder glaubt unbedingt, dass Gott ihm zu diesem Zeitpunkt einen Weiher oder einen Heuhaufen sendet, damit er weich fällt. Deswegen trägt der Kradmelder auch Jeans und T-Shirt, bestenfalls Windjacke, da es für ihn völlig ausge-schlossen ist, dass er unter seiner Maschine mit 100 km/h über den Strassenasphalt schmirgeln könnte. Der Kradmelder ist so eher der lockere Typ, der Kinder bis 6 Jahre schon mal ohne Sturzhelm auf dem Sozius hat, denn da er bisher unfallfrei gefahren ist, bleibt das schließlich auch in Zukunft so und stellt kein Risiko dar.

3) das hoffnungsvolle Renntalent
Das hoffnungsvolle Renntalent ist ständig im Training. Es trägt einen augenbeleidigend gemusterten Kasperanzug aus Leder, der günstigerweise zur Farbe seines mittelschweren bis schweren Selbstmordinstruments passt. Das Renntalent sucht die Herausforderung vor jeder Kurve und vertraut darauf, dass die Autofahrer schon irgendwie auf die Bremse treten, wenn es zwecks überraschendem Gegenverkehr panisch nach rechts ziehen muss. Über-haupt hält das hoffnungsvolle Renntalent solche Dinge wie „Geschwindigkeitsbegrenzungen“ oder „Spielstrasse“ für Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit und Hinweisschilder für Weicheier, die nicht fahren können. Schließlich hat das hoffnungsvolle Renntalent seine Maschine auch noch bei 200 Sachen im Griff und es ist auch in einem Baustellenbereich völlig ausgeschlossen, dass Steine oder Sand auf der Fahrbahn liegen könnten und dass Eltern selbst schuld sind, wenn sie ihre Kinder in Spielstrassen unangeleint herumlaufen lassen.

4) der Nightrider
Schwarz. Alles Schwarz. Beim Nightrider sind das Motorrad schwarz, die Ledermontur schwarz, der Helm schwarz, das Visier schwarz, die Fingernägel schwarz. Der Nightrider hält sich für das Phantom der Phantome, den Schrecken der Landstrasse, den Vollstreckungsbeamten des jüngsten Gerichts und den Top Gun der himmlischen Heerscharen. Deswegen steht der Nightrider darauf, mit irrem Karacho durch die Landschaft zu brettern, überraschend hinter PKW aufzutauchen, wie blöd zu überholen und andere zum Abbremsen zu zwingen. Der Nightrider weiß nämlich: wer bremst, verliert. Genauso wenig wie Strassenverkehrsregeln gelten für den Nighrider physikalische Gesetze. Für ihn existieren Worte wie „kinetische Energie“ oder „Gravitation“ oder gar „Masseträgheit“ oder „Fliehkraft“ einfach nicht, weswegen wenigstens er sehr angstfrei durch die Gegend donnert. Er schlängelt sich in Staus gerne auf der Mittelspur durch (wer will schon warten?) und ist bereit, jedem die Fresse zu polieren, der dabei so dreist ist und die Fahrertüre aufmacht. Und weil der Nightrider so unsagbar lässig ist, fährt er bei 160 auch schon mal einhändig mit seinem Bock und demonstriert kleine Kunststückchen wie „die Füße auf dem Asphalt schleifen lassen“.
Fazit: Herr, lass es regnen. Dann hüllen sich nämlich die ganzen Motorradschwachmaten in ihre orangenen Regenkombis, sehen ganz uncool wie Strassenbauarbeiter auf Streife aus und fahren ganzganz vorsichtig und rücksichtsvoll, wie das eigentlich sein sollte. Und während den Helden der Asphaltbahn das Regenwasser in den Stiefeln steht, sitze ich im warmen Auto, höre Musik und zünde mir ein Zigarettchen an.“

 

Nun kommt sie wieder, die Zeit der Salonbiker auf Ihren heißen, chromblitzenden Öfen, die mit der untergehenden Sonne um die Wette strahlen. Erkennen kann man diese Spezies an ihrer Uniform, meist in Form sehr hochwertiger Leder- oder Textilbekleidung nebst einer mit bunten Aufnähern übersäten Jeansweste aus der Abteilung „lenorweich und aprilfrisch“. Da gibt es dann Kalenderweisheiten á la „Biker töten nicht- sie werden getötet!“ oder auch „Wir sind die, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben“ zu lesen. Weitere Klassiker sind „Wer bremst, verliert!“ oder auch „Wer bremst ist feige“. Ganz harte Kerle sticken noch „live hard, ride fast, die young!“ auf die „Kutte“.

Garniert wird das Ganze mit zahllosen Aufnähern von Versammlungen ähnlich kerniger Burschen, sogenannten Motorradtreffen. „DragStar Eifeltreffen 2001: Der Gott, der Eisen wachsen ließ, wollte keine Plastik-Motorräder“ oder „VN-Treiber 1999: Ich lenke, also bin ich!“ steht da zu lesen. Hinten auf der Weste sind dann noch Adlerabzeichen aufgenäht (damit man ordentlich Ärger bekommt, wenn sich ein „richtiger“ Rocker von so einer Aufmachung vergackeiert fühlt). Das ganze Ensemble würzt man noch mit diversen Pins, Ansteckern und Fan- Accessoires- fertig ist der Desperado von Oberbömmelburg!

Diese munteren Feierabendrebellen sitzen meistens auf schweren, verchromten Stahlungetümen vom Schlage einer Daelim 125 oder (oha!) einer 125er Virago („sieht doch aus wie eine Harley!“). Manchmal hat Vati auch noch den Führerschein der Klasse eins nachgemacht, dann fährt er eine „große“ 535er Virago oder auch eine VN 800. Diese Fahrzeuge („Bikes“) werden gerne noch mit allerhand Chromdeckeln und Messingadlern verziert, auf dem Getriebedeckel liest man dann noch „ride or die“ oder „ride free“.

Gekauft hat der Wochenend-Outlaw dieses schwer angesagte Equipment im Frühlings-Saisonstart-Warmup-20%-auf-alles-Sortiment der großen Drei, sprich bei Louis, Hein Gericke oder Polo. Man träumt von der eigenen Harley, aber der Bausparvertrag wird erst in einigen Jahren zuteilungsreif. Solange behilft man sich eben und pimpt sein stählernes Baby mit Custom-Zubehör von der Stange. Sieht ja auch irgendwie echt aus. Und um dem Nachbarn in der Reihenhaussiedlung mal zu zeigen, wo der Hammer hängt, reicht diese Karikatur eines Choppers oder Cruisers auch dicke aus.

Wenn die Temperaturen im Frühjahr wieder ansteigen und sich dauerhaft in der Gegend von (mindestens) 20 Grad ansiedeln, dann wirft Vati, der Gesetzlose, am Samstagmorgen einen besorgten Blick aus dem Fenster seines im Gelsenkirchener-Barock eingerichteten Wohnzimmers: Wird heute die Sonne den ganzen Tag scheinen? Ja? Dann auf zur großen Motorradtour!

Mutti bekommt noch einen kernigen Schmatz auf die mit Brötchenkrümeln dekorierte Futterluke („warte nicht mit dem Essen auf mich, ich mach‘ heute ’ne Tour!“), und dann schwingt sich der wackere Revoluzzer (im Hauptberuf ist er Leiter der Sparkassenfiliale in Kleinniedersten-Kleckenwedel) in seine Freizeitmode (oben beschriebene Ledertracht nebst Weste, Klapphelm und Boots) und ballert mit dem feuchten Traum seiner verkorksten Jugend zum nächsten Bikertreff.

Ein Bikertreff ist in meistens irgendeine verwarzte Kaffeebude. In Norddeutschland findet man sowas direkt hinter einem Deich (meist in der Nähe eines Fähranlegers), in Süddeutschland am Fuße einer ansonsten touristisch eher unbeachteten Kurvenstrecke. Auf dem Weg dahin parkt er mit seinem Eisenhaufen alle relevanten Kurven zu, so daß Menschen, die keine „Biker“ sind, nicht mehr vernünftig Motorradfahren können.

Nach der brutalen Anfahrt von etwa 20 Kilometern bis zum Bikertreff steigt der Mann breitbeinig von seiner Maschine. Er riecht nach Benzin, Schweiß, Testosteron, Nivea Gesichtspflege für die reifere Haut und der kompletten Pflegeserie von Old Spice (bestehend aus sieben Haupt- und 13 Nebenprodukten).

Er öffnet die nietenverzierten schweren Ledertaschen, die hinten am Rad scheuern („die waren so schwer anzubauen, die Riemen paßten gar nicht richtig!“), entnimmt ihnen das Handy, ein schweres Biker-Portemonnaie (mit Kette!) und eine Bandana mit aufgedruckten Totenköpfen. Damit bedeckt er seinen schon etwas lichter werdenden Haarschopf. Eine verspiegelte Sonnenbrille vervollständigt schließlich das Outfit. Purer Machismo tropft aus jeder Pore, als er mit leicht abgespreizten Armen und schwerem Gang zur Kaffeebude geht. Nieten und Ketten klirren. Ein Cowboy des 19. Jahrhunderts hat den Saloon von Santa Fé mit weniger Würde betreten, nachdem er seine Herde den berühmten Trail entlang getrieben hat.

Mit einem lässig hingeworfenen „Moin Erna!“ begrüßt er die Wirtin der Kaffeebude (ein umgebauter Wohnwagen vom Typ „Knaus Südwind“ Baujahr 1977). Lässig zückt er seine Lederbörse und ordert zwei Pötte Kaffee, einen schwarz und einen mit Milch. Neuerdings hat Erna nämlich sogar echtes Porzellangeschirr, um ihre kleinen Snacks und Getränke zu kredenzen. Bis zum letzten Jahr gab es nur Plastikbecher. Nur Löffel gibt es noch nicht, dafür so eigenartige Plastik-Stöckchen. Bittesehr, macht sieben Euro fuffzich, hier haste Acht, stimmt so.

Mit den beiden Pötten in der Hand („Tassen“ sind was für Spießer!) nimmt er nun Kurs auf seine Gesinnungsgenossen. Erwin hat er schon von weitem erspäht. Der bekommt den zweiten Kaffee in die Hand gedrückt, woraufhin es zum klassischen Biker-Dialog kommt: „Moin Erwin, du alter Triebtäter. Wie is‘?“ – “ Moin Werner, alter Bankräuber. Och, muß ja. Und selbst?“ – „Auch.“ Es folgt ein längeres Fachgespräch im Tenor „Hasse schon geseh’n: Jürgen hat seine Dragstar im Winter total umgebaut!“– und man bewundert eine neue Werkzeugrolle, eine verchromte Sissybar und ein Windschild von der Größe des Voroberbramsegels der ‚Gorch Fock‘.

Jürgen ist hocherfreut über das Interesse der Bikerkumpels an seinen Umbauten. Man schwelgt in Projekten die da noch kommen mögen („Ich will mir ja jetzt noch ’ne Sitzbank holen, da gibt’s jetzt eine aus den Sackhaaren des Chinesischen Zwergseidenhamsters!“) und anderen wichtigen Männerthemen („Was meinst‘- kommt Schalke noch mit’m Arsch hoch?“).

So ein Bikertreff wird außerdem gerne von Supersportlern und sonstigen Rennsemmeln besucht, die den ganzen Tag auf dem abgelegenen Parkplatz hin- und herfahren, unterbrochen nur von Benzingesprächen wie „Ich habe ja nun doch das vordere Schutzblech aus Carbon angeschraubt. Spart locker weitere 50 Gramm ein!“. Der Knabe, der diese Worte spricht, wird vom Fachpersonal im Klamottenladen gerne bedient mit den Worten „Wir haben das Modell hinten im Laden auch nochmal für den…“ *hüstel!* „…etwas kräftigeren Herrn.“

Auch der „sauschwere Serienpott“, der obendrein noch klingt „wie eine erkältete Nähmaschine“, wurde im Rahmen der Gewichtsoptimierung und des Sound-Engineerings gegen einen Endschalldämpfer mit silikonbeschichteten Edelstahlfedern aus slowenischer Fertigung ersetzt. Ein Schalldämpfer (auch als „DB-Killer“ bezeichnet) ist was für Weicheier.

Vati und seine Kumpels haben für diese hirnlosen Raser nur einen verächtlichen Blick übrig. Sie verbringen den Tag unter Ihresgleichen im angenehmen Gespräch, unterbrochen nur durch das Holen und Entsorgen von dreieinhalb Litern Kaffee, zwei Fischbrötchen, drei Portionen Pommes ‚Schranke‘, einer Currywurst, einem Jägerschnitzel, einem Schaschlik, drei Dosen Beck’s Alkoholfrei und einem Fläschchen Underberg.

Pro Person versteht sich.

Gegen 17:00 Uhr setzt Vati seinen Klapphelm auf. Noch einen für auf den Weg, dann verabschiedet er sich herzhaft von den Kumpels, bevor er die Heimreise antritt. Pünktlich zur Sportschau ist er wieder zuhause. Mutti wartet schon mit dem Essen auf ihn, aber er winkt nur ab: „Nee, laß mal. Ich bin noch völlig platt. War ’ne geile Tour heute!“